Abgeschlossene Projekte
Effekte staatlicher Risikokommunikation auf Risikowahrnehmung und Risikoverständnis
Projektbeschreibung:
Die öffentliche Aufmerksamkeit für potentielle Gesundheitsrisiken v. a. durch Lebensmittel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlicht im Rahmen seiner Arbeit Stellungnahmen, um Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Nutzer in Wirtschaft, Politik und Verwaltung verlässlich zu informieren. Sie hat dabei das Ziel, dass die bereitgestellten Informationen wahrgenommen sowie ihrem Stellenwert angemessen interpretiert und umgesetzt werden. Die Informationen zu diesem wichtigen Thema müssen verständlich sein und transparent beispielsweise mit Informationsquellen oder Unsicherheiten umgehen, damit sie für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für weitere Zielgruppen nützlich und nutzbar sind.
- Somit besteht effektive Risikokommunikation erstens in der Erfüllung der drei Kommunikationsziele: Verständlichkeit, Transparenz und Nutzbarkeit.
- Zweitens muss eine effektive Risikokommunikation auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet sein.
- Drittens müssen unterschiedliche Risiken entsprechend ihrer jeweiligen Risikoklassen auch kommuniziert werden.
Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen dieses Forschungsvorhabens die Kommunikation des Bundesinstituts für Risikobewertung vertiefend untersucht. Als Ergebnis sollen wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die zielgruppenspezifische staatliche Risikokommunikation erarbeitet werden.
Auf Basis von Verbraucherbefragungen in Bürgerämtern und im Internet wird im Rahmen des Forschungsvorhabens untersucht, welche gesundheitlichen Risiken bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannt sind.
Im Anschluss erfolgen vertiefende Untersuchungen, ob die Kommunikationskriterien Verständlichkeit, Transparenz und Nutzbarkeit bei der Erarbeitung und Verbreitung von gesundheitlichen Bewertungen durch das Bundesinstitut für Risikobewertung erreicht werden. Dieser Untersuchungsschritt wird nicht nur bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, sondern ergänzend auch bei Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Verwaltungen, Verbänden und Medien durchgeführt.





