Abgeschlossene Projekte

Ermittlung von Emissionsfaktoren zur Verbesserung der deutschen Emissionsberichterstattung für die NE-Metallindustrie, Gießereien und die Kalkindustrie (NE-G-K-Inventar)

Projektbeschreibung:

Ziel des Vorhabens ist es, Emissionsfaktoren für das Jahr 2004 zu ermitteln, die repräsentativ für folgende Branchen sind:

  • Dolomit- und Kalkherstellung,
  • NE-Metallindustrie (Kupfer-, Aluminium-, Blei-, Zinkherstellung) und
  • Gießereien (Eisen-/Stahl-/Temperguss sowie Aluminium- und Magnesiumguss).

Zu diesem Zwecke soll eine Auswertung der Emissionserklärungen nach 11. BImSchV erfolgen, die für das Jahr 2004 flächendeckend für alle genehmigungsbedürftigen Anlagen bei den Bundesländern vorliegen. Als weitere Informationsquellen für die Emissionsfaktoren dienen Messberichte sowie die Merkblätter über Beste Verfügbare Techniken (BVT) gemäß der IVU-Richtlinie der Europäischen Union. Branchenspezifische Emissionen sollen jeweils nach Einzelprozessen getrennt ermittelt werden und dabei Emissionen der jeweiligen Roh- und Brennstoffe mit berücksichtigen werden. Aus den Einzelprozessen soll ein repräsentativer Gesamtemissionsfaktor ermittelt werden. Die verwendeten Datenquellen sollen dokumentiert und Unsicherheiten benannt sowie quantifiziert werden. Für die Festlegung der emissionsrelevanten Einzelprozesse und die Ermittlung der Emissionsfaktoren werden Branchenexperten hinzugezogen, wie z.B. das Institut für Gießereitechnik und die Fachverbände der Branchen

Schwerpunkt der IZT-Beteiligung in diesem Vorhaben sind methodische Fragestellungen.

Hintergrund

Als Vertragsstaat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC), des Kyoto-Protokolls sowie der Genfer Luftreinhaltekonvention (UNECE) ist Deutschland dazu verpflichtet, Emissionsinventare zu Luftschadstoffen zu erstellen, zu veröffentlichen und regelmäßig fortzuschreiben. Zudem werden von der EU-Richtlinie zu Emissionsobergrenzen (National Emission Ceiling, NEC, Richtlinie 2001/81/EG) zuverlässige Prognosewerte gefordert, um die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Emissionsbegrenzung überprüfen zu können. In der Folge ergeben sich für Deutschland umfangreiche Verpflichtungen bei der Erstellung, Berichterstattung und Überprüfung der Emissionsinventare. Insbesondere besteht die Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Emissionsinventare. Für die Emissionsinventare besteht das Ziel in der kontinuierlichen Verbesserung der Qualitätskriterien Vollständigkeit, Transparenz, Konsistenz, Vergleichbarkeit und Genauigkeit.
Emissionsinventare umfassen eine umfangreiche Liste an Schadstoffen, deren jährliche Menge über branchenspezifische Emissionsfaktoren und Aktivitätsdaten (Produktionsmengen) ermittelt wird. Für mehrere Branchen liegen detaillierte Emissionsfaktoren noch nicht oder unzureichend vor.

Laufzeit:

2008 - 2010

Projektleitung:

Bearbeiterinnen und Bearbeiter:

Projektpartner:

Ökopol GmbH - Institut für Ökologie und Politik, Hamburg

Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieverwendung (IER) der Universität Stuttgart

Institut für Gießereitechnik (IfG), Düsseldorf

Auftraggeber:

Umweltbundesamt