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"Solarzentrum und Solarhauptstadt"
Das Internationale Solarzentrum Berlin wird am 28. Oktober eröffnet - Die Berliner Solar-Pioniere brauchten dafür einen langen Atem: Das IZT erarbeitete vor neun Jahren die erste Machbarkeitsstudie.
Das Internationale Solarzentrum Berlin (EnergieForum Berlin) wird am 28. Oktober eröffnet. Die Berliner Solar-Pioniere brauchten dafür einen langen Atem: Das Berliner "IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung" erarbeitete vor neun Jahren die erste Machbarkeitsstudie.
Wenn am 28. Oktober 2003 das Internationale Solarzentrum Berlin eröffnet wird, freut sich einer ganz besonders: Prof. Dr. Rolf Kreibich, Direktor des Berliner IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung: "Ich bin stolz, dass hier die Arbeit unseres Institutes außerhalb der Wissenschaft Früchte getragen hat. Auch wenn sich unsere Vision von Berlin als ‚Solarhauptstadt’ in diesen neun Jahren noch nicht erfüllt hat, so ist die Eröffnung des Solarzentrums doch auf dem langen Weg zu einer Energiewende ein besonderes Signal, das von Berlin ausgeht."
Das Internationale Solarzentrum ist ein Gebäudekomplex mit innovativem Niedrigenergiestandard und 22.000 qm Nutzfläche. Hier am Stralauer Platz direkt vor dem Berliner Ostbahnhof sollen sich vor allem Unternehmen und Organisationen der Energiebranche einmieten, die sich mit Energie-Effizienztechnologien sowie mit erneuerbaren Energietechniken und -dienstleistungen befassen. Schon vor der Eröffnung sind zahlreiche Unternehmen ins neue Energiezentrum eingezogen.
Unter Professor Kreibichs Leitung haben Wissenschaftler des "IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung" bereits 1994 eine erste Machbarkeitsstudie für das Internationale Solarzentrum erarbeitet. Dieser Machbarkeitsstudie wiederum war ein schöpferischer Diskussionsprozess vorausgegangen, beteiligt hatten sicht Künstler, Architekten, Wissenschaftler von Berliner Universitäten sowie Umweltverbände wie EUROSOLAR und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Die Berliner Pioniere in Sachen Sonnenenergie verfolgten damals das Ziel, Berlin zur Solarhauptstadt zu machen. "Von diesem Ziel", so die Einschätzung von Prof. Dr. Rolf Kreibich, "ist Berlin leider noch weit entfernt. Denn in Berlin haben weder Politik noch Wirtschaft die volle Bedeutung der Solarenergie für das 21. Jahrhundert erkannt." Kreibich ist nach wie vor der Überzeugung: "Wenn Gesellschaft und Wirtschaft zukunftsfähig bleiben wollen, muss Solarenergie die Energiegrundlage des 21. Jahrhunderts werden - neben der rationellen und sparsamen Energieverwendung und dem Einsatz von Energieeffizienztechnologien in allen Verbrauchssektoren: Haushalte, Industrie, Verkehr und Dienstleistungsbereich. Der Staat mit seinen öffentlichen Einrichtungen sollte dabei eine positive Vorreiterrolle spielen."
Kreibich hält den Berliner Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft das Beispiel der Stadt Gelsenkirchen im Ruhrpott vor Augen: "Früher hieß Gelsenkirchen als klassischer Kohle- und Stahlstandort ‚Stadt der 1000 Feuer’. Heute nennt sich Gelsenkirchen ‚Die Stadt der 1.000 Sonnen’". Prof. Dr. Kreibich ist überzeugt: "Die Entscheidungsträger in Gelsenkirchen haben unter schwierigeren Bedingungen die Konzepte unserer Zukunfts- und Energieforscher viel konsequenter umgesetzt als die Entscheider in Berlin." Sein versöhnliches Fazit: "Berlin ist heute zwar noch keine Solarhauptstadt, aber immerhin eine Hauptstadt mit Solarzentrum."
Kontakt IZT:
Michael Knoll, IZT-Projektleiter Energie
E-Mail:m.knoll(at)izt.de
Telefon: +49(0)30/803088-18, Fax: +49(0)30/803088-88
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