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ARISCC – Anpassung der Eisenbahninfrastruktur an den Klimawandel (ARISCC)

Projektbeschreibung:

Eisenbahnen waren schon immer von den Auswirkungen extremer Wettersituationen betroffen und zugleich systemweit ausgelegt, diesen zu widerstehen. Unter den Bedingungen und Auswirkungen des globalen Klimawandels erscheint es realistisch, dass die heutigen Wetterextreme das „Normalwetter“ der Zukunft sein könnten.

Vor diesem Hintergrund untersuchen im Auftrag des UIC (Internationaler Eisenbahnverband) Wissenschaftler des IZT, welche Auswirkungen der Klimawandel für die Eisenbahninfrastruktur haben könnte und welche Anpassungen der Infrastruktur-Betreiber an diesen Auswirkungen nötig und erfolgversprechend sein könnten.

Ziel des ARISCC-Projektes ist es, adäquate Anpassungsstrategien für Eisenbahn-Infrastrukturen, den Teilsystemen und deren Auslegung sowie wichtigen Prozessabläufen zu entwickeln. Basierend auf bereits vorhandenen Erfahrungen und Maßnahmen einiger Infrastrukturbetreiber, sollen praxisorientierte Lösungen und Anleitungen entwickelt werden. Dazu gehören u.a. Methoden und Systeme für das Echtzeit-Wettermonitoring, Vulnaribilitäts- und Risiko-Erhebungen und –Analysen der Infrastrukturteilsystem (GIS-basiert) oder Schadensstatistiken für Extremwetterereignisse.

Identifiziert und analysiert werden laufende Maßnahmen, good-practise-Beispiele sowie die Übertragbarkeit von Anpassungen anderer Verkehrsträger und weiterer kritischer Infrastrukturen. Wichtige Ergebnisse sollen ein praxisorientierter Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen von Eisenbahninfrastrukturen an den Klimawandel sein. Des weiteren werden konkrete Klima-Auswirkungen, potentielle Schadensrisiken sowie Anpassungskosten anhand dreier (Schienen-) Verkehrskorridore untersucht (Rhein-Tal, Westküste Großbritannien, ein dritter internationaler Korridor in Asien, Australien oder Nordamerika). Weitere Informationen auf der englischen Projektseite.

Laufzeit:

2009-2011

Projektleitung:

Dr. Roland Nolte

Bearbeiterinnen und Bearbeiter:

Dr. Roland Nolte, Christian Kamburow und Johannes Rupp

Projektpartner:

UIC - Union Internationale des Chemins de fer

Deutsche Bahn AG, BahnUmweltZentrum

NetworkRail, UK

Österreichische Bundesbahnen ÖBB

Auftraggeber:

UIC - Union Internationale des Chemins de fer