Problematische Mediennutzung: Denkanstöße durch Audio- und Video-Stories

Wann ist Mediennutzung problematisch? Ein Crowdprozess an Schulen motiviert Schüler, Eltern und Lehrerinnen, zu dieser kontroversen Fragestellung Audio- und Video-Geschichten zu erzählen. Die Stories werden per Video- oder Sprachnachricht über eine Messenger-App eingereicht und durch die Forschenden ausgewertet. Die Ergebnisse und mögliche Schlussfolgerungen werden sodann in breiterem Kreis diskutiert - mit jungen Menschen, Eltern und Lehrkräften, aber auch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis, beispielsweise mit SozialarbeiterInnen aus Beratungsstellen. Das Projekt stellt Materialien für die schulische und außerschulische politische Bildungsarbeit bereit, eine Online-Toolbox ist vorgesehen. Der verwendete Storytelling-Ansatz ist dabei grundsätzlich themenoffen und soll für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft neue Denk- und Handlungsräume erschließen.
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Crowdprozess Audiovisuelles Storytelling zur problematischen Nutzung elektronischer Medien
2020 - 2021
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Overview

In dem Projekt wird das narrative Verfahren des Storytellings mit einem Crowdsourcing-Prozess kombiniert und exemplarisch in einem Themenbereich mit hohen gesellschaftlichen Wertkontroversen und Spannungsfeldern erprobt: der (problematischen) Mediennutzung.
Im Setting Schule soll Erfahrungswissen bei von der (problematischen) Mediennutzung betroffenen Menschen und Institutionen (junge Menschen, Eltern, Lehrerschaft, Schulen) eingesammelt werden und mit Blick auf die Ableitung möglicher Forschungsfragen ausgewertet bzw. handhabbar gemacht werden. Es sollen insgesamt mindestens 50 Geschichten im Rahmen der Kollaboration mit mindestens zwei, idealerweise aber drei Schulen in unterschiedlichen Bundesländern in das Projekt einfließen. Möglich ist das Einreichen entsprechender Stories per Video- oder Sprachnachricht über eine Messenger-App. Nach dem Einsammeln der Stories werden alle Beiträge transkribiert und ausgewertet. Die Validierung der Erkenntnisse soll im Rahmen von insgesamt drei Fokusgruppen mit jungen Menschen, Eltern und Lehrern, aber auch mit Fachexperten aus der Wissenschaft und Praxis (Medienwissenschaft, Beratungsstellen, Medien- und Bildungspolitik etc.) durchgeführt werden. Im Rahmen der Fokusgruppen sollen die kondensierten Aussagen aus den Stories in Forschungshypothesen überführt werden. Die Projektergebnisse werden abschließend explizit auf ihre Übertragbarkeit auf andere Themenbereiche bewertet. Sie werden zudem insbesondere im Hinblick auf die methodische Herangehensweise für die weitere Nutzung in der schulischen und außerschulischen politischen Bildungsarbeit aufbereitet und in einer Online-Toolbox modular bereitgestellt. Zusätzlich werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in Form einer Open Access Publikation zur Verfügung gestellt. Die in CASPEM gewählte methodische Herangehensweise des Storytelling-Ansatzes mittels eines Crowdsourcing-Prozesses ist grundsätzlich themenoffen. Es geht im Kern darum, die Funktion von Geschichten als Wissens- und Kulturträger zu begreifen und zu nutzen, um für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft neue Denk- und Handlungsräume zu erschließen.

BMBF-Förderkennzeichen: 16IP106

Projekt-Akronym: CASPEM

 


 

 

More information

Als partizipative schulische Partner unterstützen bisher der Da-Vinci-Campus Nauen sowie das Dreilinden-Gymnasium Berlin das Projekt.

Publikationen

 
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