Gründung, Stationen, Erfolge

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Im November 2014 ging der IZT-Fragebogen zu "Stromnetzen und Energiewende" online. Diese erste Befragung im Auftrag des Deutschen Bundestags stieß auf unerwartet hohe Resonanz. 4.300 Interessierte nahmen teil. "EinzelbürgerInnen" erwiesen sich dabei als zahlenstärkste Stakeholder-Gruppe.

 

 

Deutscher Bundestag / Katrin Neuhauser

2013 Technikfolgen-Beratung beim Bundestag

Am 29. August 2013 wurde das IZT Teil des Konsortiums, das das renommierte Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) verantwortet. Dies hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages im Februar 2013 einstimmig beschlossen. 

Foto: B.Z./Charles Yunck (2012)

2012 Neuer Direktor

Im August 2012 übernahm Prof. Dr. Michael Opielka für vier Jahre die wissenschaftliche Leitung des IZT. Der Soziologe ist spezialisiert auf Politikberatung und soziale Nachhaltigkeit. Opielka hat eine Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena inne.

FU-Pressestelle / David Ausserhofer

2010 Masterstudiengang Zukunftsforschung

Sechs WissenschaftlerInnen des IZT unterrichten erstmals im WS 2010/2011 an der Freien Universität (FU) Berlin offiziell das Fach "Zukunftsforschung". Denn an der FU - ein Novum in Deutschland - hat ein Masterstudiengang Zukunftsforschung den Betrieb aufgenommen.

images-of-elements.com / CC BY 3.0

2009 Studie: Engpässe bei Hightech-Metallen?

Physiker und Ingenieure des IZT und des Fraunhofer-Instituts ISI errechneten erstmals, inwieweit im Jahr 2030 der weltweite Bedarf an Hightech-Metallen die Minenproduktion übersteigen könnte. Die vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie ("Rohstoffe für Zukunftstechnologien") fand ein große Resonanz, könnte doch in den nächsten Jahrzehnten die Produktion von Windrädern, Elektroautos und Dünnschicht-Photovoltaik von Engpässen betroffen sein.

IZT / Lena Ganssmann

2006 Automatisierer steuern mit IZT-Roadmap

Mehr als 300 Unternehmen aus der exportorientierten deutschen Automatisierungsindustrie haben sich im "ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie" organisiert. Ab 2006 nutzen sie regelmäßig als Früherkennungssystem das am IZT entwickelte "Integrierte Technologie-Roadmapping".

BMBF

2001 Konsortium deutscher Forschungsdialog

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte einen ungewöhnlich partizipativen Forsightprozess, um gesellschaftlich relevante Forschungsthemen zu generieren. Das IZT war verantwortlich für Methodenberatung, Kreativ-Workshops, Zukunftswerkstätten und "Zukunftserzählungen" (narrative Szenarios).

1996 B.A.U.M.-Umweltpreis

Der "Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltfreundliches Management" (B.A.U.M.), ehrte den ersten IZT-Direktor Prof. Dr. Rolf Kreibich für seine wissenschaftlichen Leistungen mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis. B.A.U.M. ist bis heute europaweit die größte Umweltinitiative der Wirtschaft.

1994 Erster Preis für Stahl-Fernseher

Gemeinsam mit der Loewe Opta GmbH entwickelte das IZT ein recyclingfreundliches TV-Gerät. Als am besten geeigneter Werkstoff erwies sich Stahlblech. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl verlieh dem IZT daraufhin für das Endprodukt den "1. Stahl-Innovationspreis 1994". Das IZT war Vorreiter bei der Ökobilanz komplexer Produkte.

Foto: UN / Yutaka Nagata

1992 Rio-Konferenz euphorisierte Direktor

Der erste Direktor des IZT, Prof. Dr. Rolf Kreibich, nahm 1992 als Mitglied der deutschen Delegation an der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro teil. Delegationsleiter war der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Die Teilnehmenden fanden Konsens über Wege zur Zukunftsfähigkeit der Menschheit.

IBM Archives

1985 Beratung von IBM: Einstieg in die Telearbeit

IBM verkaufte ab Ende 1983 in den USA den ersten PC für die Privatwohnung (Modell auf nebenstehendem Foto). Von 1985-1989 beriet das IZT in einem Forschungsvorhaben die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite von IBM bei einer Muster-Betriebsvereinbarung zur Telearbeit. Die IBM-Vereinbarung galt zwei Jahrzehnte lang als vorbildhaft. 

Wikipedia / CC BY-SA 3.0

1981 Mitarbeit am Bundesdatenschutzgesetz

1981 setzte IBM (International Business Machines) Standards und brachte den Vorläufer der heutigen PCs auf den Markt. Im gleichen Jahr startete das IZT das Projekt "Datenschutz bei rechnerunterstützten Telekommunikationssystemen". Datenschutzbeauftragte waren am Projekt beteiligt. Das IZT konnte auf diese Weise indirekt Einfluss auf das Bundesdatenschutzgesetz nehmen.

 

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Flechtheim
Goldschmidt
Kreibich
Jungk

1981 Gründung und Gründungsväter

Die Gründer des IZT kannten den Wissenschafts-Betrieb sehr genau. Sie waren zu der Einsicht gekommen: Die junge Disziplin Zukunftsforschung hatte zum damaligen Zeitpunkt in Westberlin nur an einem unabhängigen privaten Institut eine Zukunft, aber nicht an einer der beiden Universitäten. Mit dabei:

  • Ossip K. Flechtheim, "Vater der Futurologie", "Vater der deutschen Politikwissenschaft", 1970 veröffentlichte er sein Werk "Futurologie: Der Kampf um die Zukunft". 1971 emeritierter Professor der Freien Universität Berlin, 1981 Ehrenvorsitzender des IZT
  • Dietrich Goldschmidt, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin
  • Weitere Wissenschaftler und Visionäre wie z.B. Robert Jungk, 1968-1975 Honorarprofessor für Zukunftsforschung an der TU Berlin, 1980 Co-Autor des Buches "Zukunftswerkstätten", 1981 Wissenschaftlicher Beirat des IZT

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Bildnachweise:
Dietrich Goldschmidt: ©Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin-Dahlem
Rolf Kreibich: ©FU Berlin
Robert Jungk: ©JBZ/Birnbaum