Gründung, Stationen, Erfolge

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Wie kann die Digitalisierung für nachhaltigere Lebens- und Wirtschaftsweisen genutzt werden? Diese Frage untersucht das 2020 gestartete Projekt "Transformationsroadmap Digitalisierung und Nachhaltigkeit". Damit vertieft das IZT ein Thema, das es als einer der Pioniere in diesem Feld bereits seit 2001 bearbeitet.

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Im Jahr 2019 baute das IZT unter Leitung des Mobilitätsforschers Prof. Dr. Stephan Rammler die Forschung zu "Mobilität und Urbanität" aus. Das IZT stellte zwei MobilitätsexpertInnen ein. Es gelang auf Anhieb, mehrere Verkehrsprojekte erfolgreich zu akquirieren - zusätzlich zur bisherigen Bahnforschung.

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Das vom IZT koordinierte Verbundprojekt "KEEKS - Klimafreundliche Schulküchen" wurde am Abend des 11. Dezember auf der Weltklimakonferenz in Katowice mit dem UN-Klimaaktionsspreis "Momentum for Change" ausgezeichnet. Forschungsleiter Dr. Michael Scharp nahm die Auszeichnung persönlich entgegen.

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Der Zukunfts-, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Stephan Rammler ist seit dem 1. Oktober 2018 wissenschaftlicher Direktor des IZT. Er leitet das Institut gemeinsam mit IZT-Geschäftsführer Dr. Roland Nolte. Die Priorität von Stephan Rammler liegt auf der Strategie- und Visionsentwicklung.

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Das IZT entwickelte ein Online-Tool, um Delphi-Befragungen von ExpertInnen in Echtzeit durchzuführen. Besonderheit: Gleich nach dem Beginn können alle beteiligten Fachleute die Beurteilungen der anderen TeilnehmerInnen einsehen. Der Ausschnitt links stammt aus dem Real-Time-Delphi mit NotfallmedizinerInnen.

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Das IZT nahm den 35. Geburtstag zum Anlass, aus der Sicht der Zukunftsforschung zu diskutieren, wie gesellschaftliche Transformationen zur Nachhaltigkeit gestaltet werden und letztlich gelingen können. VertreterInnen aus Wirtschaft und Wissenschaft stellten Transformationspfade vor.

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Das Forschungsprojekt "VerNetzen" integrierte "weiche" Faktoren in ein technisch-ökonomisches Strommarktmodell: die Belastung der einzelnen Landkreise durch Windkraftanlagen sowie die prognostizierten Verzögerungszeiten beim Netzausbau. Beide Akzeptanz-Faktoren konnten numerisch ausgedrückt werden.

Im November 2014 ging der IZT-Fragebogen zu "Stromnetzen und Energiewende" online. Diese erste Befragung im Auftrag des Deutschen Bundestags stieß auf unerwartet hohe Resonanz. 4.300 Interessierte nahmen teil. "EinzelbürgerInnen" erwiesen sich dabei als zahlenstärkste Stakeholder-Gruppe.

2013 Technikfolgen-Beratung beim Bundestag

Deutscher Bundestag / Katrin Neuhauser

Am 29. August 2013 wurde das IZT Teil des Konsortiums, das das renommierte Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) verantwortet. Dies hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages im Februar 2013 einstimmig beschlossen. 

2012 Neuer Direktor

Foto: B.Z./Charles Yunck (2012)

Im August 2012 übernahm Prof. Dr. Michael Opielka für vier Jahre die wissenschaftliche Leitung des IZT. Der Soziologe ist spezialisiert auf Politikberatung und soziale Nachhaltigkeit. Opielka hat eine Professur an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena inne.

2010 Masterstudiengang Zukunftsforschung

FU-Pressestelle / David Ausserhofer

Sechs WissenschaftlerInnen des IZT unterrichten erstmals im WS 2010/2011 an der Freien Universität (FU) Berlin offiziell das Fach "Zukunftsforschung". Denn an der FU - ein Novum in Deutschland - hat ein Masterstudiengang Zukunftsforschung den Betrieb aufgenommen.

2009 Studie: Engpässe bei Hightech-Metallen?

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Physiker und Ingenieure des IZT und des Fraunhofer-Instituts ISI errechneten erstmals, inwieweit im Jahr 2030 der weltweite Bedarf an Hightech-Metallen die Minenproduktion übersteigen könnte. Die vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie ("Rohstoffe für Zukunftstechnologien") fand ein große Resonanz, könnte doch in den nächsten Jahrzehnten die Produktion von Windrädern, Elektroautos und Dünnschicht-Photovoltaik von Engpässen betroffen sein.

2006 Automatisierer steuern mit IZT-Roadmap

IZT / Lena Ganssmann

Mehr als 300 Unternehmen aus der exportorientierten deutschen Automatisierungsindustrie haben sich im "ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie" organisiert. Ab 2006 nutzen sie regelmäßig als Früherkennungssystem das am IZT entwickelte "Integrierte Technologie-Roadmapping".

2001 Konsortium deutscher Forschungsdialog

BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte einen ungewöhnlich partizipativen Forsightprozess, um gesellschaftlich relevante Forschungsthemen zu generieren. Das IZT war verantwortlich für Methodenberatung, Kreativ-Workshops, Zukunftswerkstätten und "Zukunftserzählungen" (narrative Szenarios).

1996 B.A.U.M.-Umweltpreis

Der "Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltfreundliches Management" (B.A.U.M.), ehrte den ersten IZT-Direktor Prof. Dr. Rolf Kreibich für seine wissenschaftlichen Leistungen mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis. B.A.U.M. ist bis heute europaweit die größte Umweltinitiative der Wirtschaft.

1994 Erster Preis für Stahl-Fernseher

Gemeinsam mit der Loewe Opta GmbH entwickelte das IZT ein recyclingfreundliches TV-Gerät. Als am besten geeigneter Werkstoff erwies sich Stahlblech. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl verlieh dem IZT daraufhin für das Endprodukt den "1. Stahl-Innovationspreis 1994". Das IZT war Vorreiter bei der Ökobilanz komplexer Produkte.

1992 Rio-Konferenz euphorisierte Direktor

Foto: UN / Yutaka Nagata

Der erste Direktor des IZT, Prof. Dr. Rolf Kreibich, nahm 1992 als Mitglied der deutschen Delegation an der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro teil. Delegationsleiter war der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Die Teilnehmenden fanden Konsens über Wege zur Zukunftsfähigkeit der Menschheit.

1985 Beratung von IBM: Einstieg in die Telearbeit

IBM Archives

IBM verkaufte ab Ende 1983 in den USA den ersten PC für die Privatwohnung (Modell auf nebenstehendem Foto). Von 1985-1989 beriet das IZT in einem Forschungsvorhaben die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerseite von IBM bei einer Muster-Betriebsvereinbarung zur Telearbeit. Die IBM-Vereinbarung galt zwei Jahrzehnte lang als vorbildhaft. 

1981 Mitarbeit am Bundesdatenschutzgesetz

Wikipedia / CC BY-SA 3.0

1981 setzte IBM (International Business Machines) Standards und brachte den Vorläufer der heutigen PCs auf den Markt. Im gleichen Jahr startete das IZT das Projekt "Datenschutz bei rechnerunterstützten Telekommunikationssystemen". Datenschutzbeauftragte waren am Projekt beteiligt. Das IZT konnte auf diese Weise indirekt Einfluss auf das Bundesdatenschutzgesetz nehmen.

 

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Flechtheim
Goldschmidt
Kreibich
Jungk

1981 Gründung und Gründungsväter

Die Gründer des IZT kannten den Wissenschafts-Betrieb sehr genau. Sie waren zu der Einsicht gekommen: Die junge Disziplin Zukunftsforschung hatte zum damaligen Zeitpunkt in Westberlin nur an einem unabhängigen privaten Institut eine Zukunft, aber nicht an einer der beiden Universitäten. Mit dabei: 

  • Ossip K. Flechtheim, "Vater der Futurologie", "Vater der deutschen Politikwissenschaft", 1970 veröffentlichte er sein Werk "Futurologie: Der Kampf um die Zukunft". 1971 emeritierter Professor der Freien Universität Berlin, 1981 Ehrenvorsitzender des IZT 
  • Dietrich Goldschmidt, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin 
  • Weitere Wissenschaftler und Visionäre wie z.B. Robert Jungk, 1968-1975 Honorarprofessor für Zukunftsforschung an der TU Berlin, 1980 Co-Autor des Buches "Zukunftswerkstätten", 1981 Wissenschaftlicher Beirat des IZT 

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Bildnachweise:
Dietrich Goldschmidt: ©Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin-Dahlem
Rolf Kreibich: ©FU Berlin
Robert Jungk: ©JBZ/Birnbaum