Tatort Heizungskeller: Die Hälfte des vierköpfigen IZT-Heizungsteams v. l.: Lydia Illge (Ökonomin, Nachhaltigkeitsbeauftragte) und Melanie Degel (Wirtschaftsingenieurin). Die Arbeitsgruppe entwickelt seit 2016 Lösungen, um das Heizen am IZT technisch und organisatorisch weiter zu optimieren (u. a. mit programmierbaren Thermostaten).

Nachhaltigkeit des IZT

Fünf Jahre Berichterstattung

Im Jahr 2017 berichtet das Institut zum fünften Mal über seine Nachhaltigkeit. Dies nimmt das IZT zum Anlass für einen Rückblick auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren (→ alternativ direkt zum Jahr 2017, mit den Grafiken 2011-2017):

Beim Endenergieverbrauch des IZT ist im Verlauf der letzten sieben Jahre kein eindeutiger Auf- oder Abwärtstrend erkennbar. Insgesamt ist der Verbrauch eher gleich geblieben. Trotz bereits umgesetzter Einsparmaßnahmen sieht das IZT beim Heizenergieverbrauch weiterhin das größte Einsparpotenzial und somit auch zukünftig den größten Handlungsbedarf für eine Optimierung.

Der Umfang von Dienstreisen ist seit 2011 deutlich gesunken und hat sich seit 2014 auf einem gleichbleibenden Niveau eingespielt. Die in den letzten Jahren wieder leicht angestiegenen Flugreisen zeigen vor allem den wieder etwas wachsenden Umfang internationaler Projektaktivitäten an, die als ein relevantes Aktionsfeld des Instituts angesehen werden.

In der Gesamtbetrachtung der CO2-Emissionen des IZT ergibt sich seit 2011 ein zunächst deutlich sinkender und dann wieder leicht, aber stetig ansteigender Trend. Er widerspiegelt die ökonomische Entwicklung des Instituts, das nach eine Schrumpfungsphase nun seit einigen Jahren auf Wachstumskurs ist. Die Herausforderung besteht für das IZT darin, sein Wachstum vom Verbrauch fossiler Rohstoffe soweit wie möglich zu entkoppeln. Dies ist bisher teilweise gelungen. Ziel ist es, zukünftig weitere Einsparpotenziale zu heben.

Mit Blick auf die MitarbeiterInnenstruktur des IZT ist im Verlauf der letzten Jahre eine Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft auf um die 50 Prozent zu verzeichnen. Außerdem wurde für die zweite Leitungsebene (ForschungsleiterInnen) das Ziel formuliert und erreicht, dass Frauen und Männer zu gleichen Teilen vertreten ist. Geschäftsführer des IZT ist nach wie vor ein Mann.

Die langfristig ausgerichtete IZT-Nachhaltigkeitsstrategie und konkrete Maßnahmen für die nächsten Jahre haben die Geschäftsführung und die Belegschaft in den Jahren 2014 und 2015 gemeinsam erarbeitet und ausgewählt. Es überrascht nicht, dass den MitarbeiterInnen neben den ökologischen auch viele soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaspekte wichtig sind. Dazu gehören vor allem die Arbeitsbedingungen, die Gesundheitsförderung und die Nachwuchsförderung. Diese Themen werden die IZT-Nachhaltigkeitsaktivitäten
auch der kommenden Jahre bestimmen.

Strategie

Im Jahr 2014 diskutierten und verabschiedeten InstitutsmitarbeiterInnen und Geschäftsführung eine Nachhaltigkeitsstrategie. Darin wurde festgeschrieben, wie im IZT Nachhaltigkeit interpretiert und praktisch umgesetzt wird. Konkret identifizierte die Belegschaft vier Handlungsfelder:

  1. Nachhaltige Forschungsarbeiten
  2. Ökonomische Nachhaltigkeit des IZT
  3. Gute Arbeitsbedingungen am IZT
  4. Umweltmanagement am IZT