Nachhaltigkeit des IZT 2013

Erstmals präsentierte das IZT in seinem Jahresbericht 2013 zusätzlich zu den Wirtschaftsdaten ökologische und soziale Nachhaltigkeitsleistungen  des Instituts. Das IZT ließ sich dabei vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) inspirieren.

Ökologie

Endenergieverbrauch

Abbildung: Endenergieverbrauch
Abbildung: Endenergieverbrauch

Der Endenergieverbrauch des IZT lag im Jahr 2013 ungefähr auf dem gleichen Niveau wie in den beiden Vorjahren (siehe Abbildung). Er geht zu 85 Prozent auf den Gasverbrauch für Heizzwecke zurück. Die Schwankungen im Gasverbrauch wurden vor allem durch die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse verursacht. Da die Steuerung der Heizung seit Jahren durch den Umweltbeauftragten optimiert wird, gibt es in diesem Bereich nur noch wenig Einsparpotential.

Ungefähr 15 Prozent des Endenergieverbrauchs sind auf den Verbrauch von Elektroenergie zurückzuführen. Der Stromverbrauch ist in den letzten drei Jahren relativ konstant geblieben. Einsparpotentiale bestehen vor allem bei sukzessiven Neuanschaffungen im IT-Bereich.

Bereits seit 1993 gibt es am IZT einen Umweltbeauftragten. Dr. Robert Gaßner sorgt dafür, dass Umweltaspekte - beispielsweise in der Beschaffung (Recyclingpapier) und dem Gebäudemanagement - berücksichtigt werden.

Der Bezug von Ökostrom hat am IZT schon eine langjährige Tradition. Im Jahr 2013 stammte er zu 90 Prozent aus Wasserkraft und zu 10 Prozent aus Windkraft und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bilanzierung der CO2-Emissionen erfreuliche Ergebnisse aufweist (siehe Abbildung).

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Dienstreisen

Abbildung: Dienstreisen
Abbildung: Dienstreisen

 

Die Gesamtsumme der gereisten Kilometer lag im Jahr 2013 wieder auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, sowohl für das IZT insgesamt als auch pro MitarbeiterIn. Mit Blick auf die einzelnen Verkehrsmittel ergibt sich folgendes Bild: Im Jahr 2013 wurden weniger Kilometer mit dem Flugzeug und mehr Kilometer mit der Bahn zurückgelegt als imVorjahr. Insbesondere Flugreisen mit Strecken über 8.000 km sind im Jahr 2013 seltener vertreten. Diese aus Umweltsicht erfreuliche Entwicklung ist aber projektbedingt und zum großen Teil darauf zurückzuführen, dass weniger internationale und mehr nationale Projekte durchgeführt wurden. Auch der angestiegene - aber immer noch niedrige - Anteil von Autoreisen im Jahr 2013 (überwiegend in ländliche Regionen Deutschlands) ist auf die spezifischen Reisebedarfe von Projekten zurückzuführen.

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CO2-Emissionen

Abbildung: CO2-Emissionen
Abbildung: CO2‐Emissionen

 

Die CO2‐Emissionen lagen im Jahr 2013 wiederum leicht unter dem Niveau des Vorjahres, nachdem es im Jahr 2012 eine deutliche Reduktion gegeben hatte. Außerdem gab es Verschiebungen bei den einzelnen Handlungsbereichen: Die Hauptquellen für die CO2-Emissionen des IZT sind - insgesamt betrachtet - die Flugreisen, gefolgt vom Gasverbrauch für Heizzwecke. Im Vergleich zum Vorjahr wurden deutlich weniger CO2-Emissionen durch Flugreisen ausgelöst. Sie machen aber immer noch gut die Hälfte aller CO2-Emissionen aus. Durch den Gasverbrauch verursachte Emissionen schlugen 2013 etwas stärker zu Buche als im vorangegangenen Jahr und lagen damit bei fast einem Drittel der Emissionen. Auf die Einflussfaktoren und Reduktionspotentiale in beiden Bereichen wurde bereits eingegangen.

Ob und ggf. auf welche Weise das IZT seine CO2-Bilanz weiter verbessern möchte, ist eine Entscheidung, die auch Auswirkungen auf den ökonomischen und sozialen Bereich hat. So würde eine Fortschreibung des niedrigen Umfangs an Flugreisen (oder eine weitere Reduktion) einer Ausweitung der internationalen Projektaktivitäten entgegenstehen. Auch hat ein Ersetzen von Flugreisen durch Bahnfahrten unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen (längere Dauer der Dienstreisen, zusätzliche Übernachtungen). Eine Positionierung zu dieser Frage wird in die Nachhaltigkeitsstrategie des IZT einfließen, die im Jahr 2014 verabschiedet werden soll. 

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Foto: Lea Pollacek
Foto: Lea Pollacek

Soziales

Zur sozialen Dimension der Nachhaltigkeit wird an dieser Stelle über die Mitbestimmung und Gemeinschaft am IZT berichtet. Folgende Beispiele illustrieren die Attraktivität des IZT für seine MitarbeiterInnen, einschließlich der zahlreichen Studierenden, PraktikantInnen sowie der Bundesfreiwilligen ("Bufdis").

Mitbestimmung:

  • Im IZT gibt es seit 2012 einen Mitarbeiterverein, der Mitte des Jahres 2013 bereits 15 Prozent der Gesellschafteranteile hält.
  • Der 2011 gegründete IZT-Betriebsrat hat sich zu einem bedeutenden Diskussions- und Kooperationspartner der Geschäftsführung in Fragen der Personal- und Gehaltspolitik entwickelt.
  • Außerdem sind die MitarbeiterInnen des IZT im Aufsichtsrat des Instituts durch zwei gewählte RepräsentantInnen vertreten.
  • Bereits seit 2003 trifft sich der Sprecherrat des IZT: Sechs Mal im Jahr setzen sich gewählte MitarbeiterInnen mit beiden Geschäftsführern zusammen, um richtungsweisende Entscheidungen zu diskutieren.
     

 Gemeinschaft:

  • Entspannte Gespräche mit den KollegInnen in der Mittagspause sind vielen im Team wichtig (z.B. jeden Dienstag beim gemeinsam zubereiteten IZT-Salat).
  • Beim Tischtennis-Spielen in der Bibliothek des Instituts wird frische Energie getankt (die Digitalisierung schafft neue Spiel-Räume!).

Julia Onodera Koestner hat die in diesem Bericht präsentierten IZT-Nachhaltigkeitsdaten für die Jahre 2011 bis 2013 recherchiert, aufbereitet und ausgewertet. Sie arbeitet seit 2013 am IZT, davor hat sie an der TU Cottbus den internationalen Masterstudiengang Umweltmanagement abgeschlossen.

Wir freuen uns über Rückfragen und Anregungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dafür kontaktieren Sie bitte Lydia Illge, Nachhaltigkeitsbeauftragte des IZT.
E-Mail: l.illge(at)izt.de

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