Arbeitskreis "Ethik der Mobilität"

© Susan Yin on Unsplash / Malmö


Zum Download des Positionspapiers "Enkeltaugliche Mobilität" (PDF)

Der Arbeitskreis "Ethik der Mobilität" ist aus dem Veranstaltungsformat "Ethik der Mobilität – wie viel Verkehr können wir noch verantworten?" hervorgegangen, das seit 2015 am House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main als Jahreskonferenz des Clusters Mobility veranstaltet wird. Das Format ist als Diskussionsplattform angelegt, auf der RepräsentantInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft die Zukunft von Verkehr und Mobilität im Kontext korporativer und individueller Verantwortung diskutieren und Bewusstsein für die Herausforderungen schaffen. Die Grundlage für die Debatte hat der deutsch-amerikanische Philosoph Hans Jonas mit seinem Hauptwerk "Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation" (1979) geschaffen.

Um die Diskussion kontinuierlich zu führen und die Perspektive zu erweitern, haben Teilnehmende 2019 den Arbeitskreis "Ethik der Mobilität" gegründet. Der Arbeitskreis baut auf den vorliegenden Studien und Konzepten zur Zukunft von Verkehr und Mobilität auf. Darüber hinaus stellt der Arbeitskreis die Debatte über Verkehr und Mobilität stärker in den Kontext planetarer Belastungsgrenzen und des Klimawandels und stellt vor diesem Hintergrund das bislang geltende Wachstumsparadigma in Frage.

Das jetzt vorgelegte Positionspapier "Enkeltaugliche Mobilität" fasst die zentralen Thesen zusammen und soll die Grundlage schaffen für eine Diskussion, die von RepräsentantInnen in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft jenseits von Gruppeninteressen kontinuierlich und offen geführt  werden soll.

Mit der Vorlage des Positionspapiers hat der Arbeitskreis im September 2020 entschieden, die Arbeit unter dem Dach des IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin weiter zu führen, um größtmögliche Unabhängigkeit und Sichtbarkeit zu schaffen.

Dem Arbeitskreis gehören Prof. Dr.-Ing. Udo Becker, Verkehrsökologe an der TU Dresden, Prof. Dr. Michael Bongardt, Philosoph und Mitherausgeber der historisch-kritischen Gesamtausgabe des Werkes von Hans Jonas (Universität Siegen), Dirk Kannacher, Vorstand der GLS Bank (Bochum) und Prof. Dr. Stephan Rammler, Direktor des IZT, an.

In den nächsten Monaten wird der Arbeitskreis weitere Mitglieder berufen.