Leistungen und Methoden

Horizon Scanning

Unter Horizon Scanning versteht man ein systematisches Monitoring bekannter Trends als auch die Identifikation ganz neuer, relevanter Entwicklungen in einem bestimmten Scanfeld. Diese Methode der strategischen Früherkennung wird bereits in einigen Staaten und Unternehmen eingesetzt, um frühzeitig Veränderungen, Chancen und Risiken zu antizipieren. In der bundesdeutschen Politik war dieses Vorgehen 2012 noch kaum verbreitet. Das Umweltbundesamt beauftragte das IZT daher, ein "Horizon-Scanning-System" zur strategischen Früherkennung speziell für die Umweltpolitik zu entwickeln. Dabei kooperierte das IZT mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin und der Condat AG Berlin.

Beim Horizon Scanning spielen außer Trends auch Megatrends und Megatopics sowie "Emerging Issues" eine Rolle. Das Horizon-Scanning-Verfahren besteht aus folgenden Schritten: der Bestimmung der Informationsbedarfe und des Scanfeldes (Scoping), der Quellen- und Methodenwahl sowie der Themenrecherche (Scanning), der Identifikation sogenannter Umfeldthemen, einem Expertendiskurs und der Erstellung des Scan-Reports (Assessment zur Relevanz von Umfeldthemen). Die Konzeptstudie für das Umweltbundesamt illustriert, wie der Workflow für ein Horizon Scanning im Detail aussehen könnte, zeigt Optionen für eine informationstechnische Unterstützung auf und macht Vorschläge für einen stufenweisen Aufbau eines Horizon Scanning Systems beim Umweltbundesamt.

 

Beispielprojekte:

 

IZT-Methodenstudie: