News |27. September 2019

Befragungsergebnisse zu Gesundheits-Apps publiziert

Das IZT führte im April 2019 eine repräsentative Online-Befragung zu Gesundheits-Apps durch. Die Ergebnisse wurden vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag in einer übersichtlichen Broschüre publiziert. Ein Ergebnis: Etwa ein Drittel der Bevölkerung nutzt diese Apps.

© TAB

Die Broschüre steht zum Download bereit.

Apps (Kurzform für Application Software) bestimmen zunehmend den Lebensalltag. Immer öfter nutzen Menschen Apps auch mit dem Ziel, positiv auf ihre Gesundheit einzuwirken. Die Apps eröffnen vor dem Hintergrund der Leistungssteigerung bei Smartphones und Wearables stetig neue Möglichkeiten, alltägliche Formen des Gesundheitshandelns von Menschen individuell angepasst zu begleiten. Die Apps erfassen, verarbeiten und veranschaulichen dabei gesundheitsbezogene Daten. Dies können Daten zu Nährwerten (Kalorien), Mengen und Zusammensetzung konsumierter Speisen, von Alkohol, Wasser oder Kaffee, oder aber auch Körperdaten, wie Schrittzahl, Puls, Kalorienverbrauch, Blutzucker , Gewicht, Atmung oder Schlafqualität, sein. Viele Nutzer gehen dabei sorglos mit ihren Gesundheitsdaten um. Ihnen ist nicht bewusst, dass ihre persönlichen Daten oft unzureichend gesichert sind.

Die Nutzenbewertung von Gesundheits-Apps fällt aus Sicht aller Befragten insgesamt recht positiv aus. Dies trifft auf Apps zu, die physiologische Parameter wie Herzfrequenz oder Blutzucker erfassen, aber auch auf Apps an der Schnittstelle zur Medizin, die beispielsweise der Selbstüberwachung krankheitsbezogener Symptome dienen.

Gesundheits-Apps, die zum Selbsterkennen von Krankheiten und Krankheitssymptomen wie Hautkrebs oder Atemnot genutzt werden können, bewertet hingegen lediglich etwa ein Drittel aller Befragten als nutzenstiftend – hier wird offensichtlich der ärztlich-medizinischen Kompetenz bei der Diagnostik ein deutlicher Vorrang eingeräumt.

Die Ergebnisse der bundesweiten Befragung stellen eine Ergänzung zu der vom IZT verantworteten Untersuchung zum Thema "Gesundheits-Apps" dar, die als TAB-Arbeitsbericht Nr. 179 erschienen ist.

 

 

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