News |29. Juni 2021

Konferenz für Landkreise: Ecornet Berlin gibt Impulse für smarte, klimafreundliche Kommunen

Die Tagung „Klimafreundlich, digital, zukunftsfest: Konferenz für Landkreise im Klimaschutz“ des Service- und Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz betrachtete mit dem Ecornet Berin Lösungsansätze, die die Digitalisierung für Probleme im ländlichen Raum bieten kann.

Zukunftsaufgaben wie eine klimaneutrale Mobilität stehen im ländlichen Raum vor ganz anderen Vorzeichen als in dicht besiedelten Städten. Welche Lösungen die Digitalisierung für zukunftsfähige Kommunen anbietet, stand im Fokus der Online-Tagung „Klimafreundlich, digital, zukunftsfest: Konferenz für Landkreise im Klimaschutz“ des Service- und Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz. Wie können sich Landkreise digital und klimafreundlich aufstellen? Durchdachte Richtlinien für die Erhebung und Nutzung von Daten sind hierbei zentral, wie Podiumsgast Kerstin Fritzsche vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) betonte. Fritzsche stellte Erkenntnisse aus dem Projekt „Datengovernance und -regulierung für ein nachhaltiges Berlin“ des Forschungsverbunds Ecornet Berlin vor. Fazit der Podiumsdiskussion „Digitalisierung trifft Klimaschutz – Dream-Team oder Gegenspieler?“ mit Tilman Santarius (TU Berlin) und Bärbel Rosensträter (Landkreis Osnabrück): Digitale Dienste bieten vielseitige Potenziale für den Klimaschutz in ländlichen Regionen, doch zunächst brauchen die Landkreise die notwendigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Digitalisierung.

Kommunen verstehen Digitalisierung als herausfordernde Querschnittsaufgabe, die zentrale Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge betrifft: Energie- und Wärmeversorgung, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Nahversorgung. Zunehmend bemühen sich Landkreise auch, Klimaschutz und Digitalisierung zusammenzuführen. In der Podiumsdiskussion zeigte sich allerdings, dass zunächst der Breitbandausbau beschleunigt und der Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen gestärkt werden muss.

Big Data für den Klimaschutz – gerecht und verbraucherfreundlich

Kerstin Fritzsche hob in ihrem Impuls die Rolle der Datenregulierung für eine nachhaltige Digitalisierung hervor: Wer soll zu welchen Zwecken Zugriff auf welche Daten haben? Hier muss die Politik Interessen der Verbraucher*innen und der Allgemeinheit gegenüber Interessen privater Konzerne berücksichtigen. Zugleich muss die Datennutzung für Services, Produkte und Plattformen im Sinne sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsziele möglich sein – etwa für smarte Mobilitätsdienste auf dem Land.

Der Forschungsverbund Ecornet Berlin untersucht mit Szenarien, wie sich unterschiedliche Optionen der Datenregulierung auf die Nachhaltigkeit auswirken könnten.

Zweite Konferenz für Landkreise

Die Konferenz für Landkreise im Klimaschutz fand am 14. und 15. Juni 2021 zum zweiten Mal statt. Akteure aus kommunalen Behörden, Gremien und Betrieben tauschten sich über Praxiserfahrungen und neue Ansätze aus, etwa zur intelligenten Energieversorgung. Organisiert wurde die Tagung vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Kooperation mit dem Deutschen Landkreistag (DLT).


Mehr zum Forschungsprojekt„Datengovernance und -regulierung für ein nachhaltiges Berlin“


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