Akzeptiert? Elektroautos als Stromspeicher

Wie können Fahrzeughalter dazu bewegt werden, ihr parkendes Elektrofahrzeug dem Stromnetz als Stromspeicher zur Verfügung zu stellen? Welche Anreize und Dienstleistungsangebote könnten hier Wirkung zeigen? Wie sind z.B. Sonderstromtarife für "Einspeiser" zu bewerten oder wie wirken sich spezielle Batteriewechsel-Services für "Einspeiser" aus? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich ein dieses IZT-Forschungsprojekt, das von B.A.U.M.Consult in Auftrag gegeben wurde.
Nur ein Elektroauto oder gleichzeitig ein Stromspeicher? © BMW Group
Akzeptanz von Elektromobilität als Stellglied im Stromnetz
2011 - 2012
B.A.U.M. Consult GmbH

Beschreibung

Welche Rolle die Elektromobilität bei der Stabilisierung der elektrischen Verteilnetze spielen kann, hängt nicht nur maßgeblich von technologischen Aspekten ab, sondern auch von den Nutzungsmustern privater und kommerzieller Anwender von Elektrofahrzeugen. Nicht nur das individuelle Nutzerverhalten sondern auch die örtlichen, zeitlichen und anlassbezogenen Rahmenbedingungen sind dabei wesentliche Faktoren. Darüber hinaus bemisst sich der erreichbare Beitrag zur Netzstabilität maßgeblich an der zeitlichen Korrespondenz von Angebot und Nachfrage bei Erzeugung, Speicherung und Verbrauch der elektrischen Energie sowie deren Regelbarkeit.

Die Bereitschaft, ein Elektrofahrzeug als Stellglied für das Stromnetz bereitzustellen, ist jedoch nicht allein von individuellen Nutzungsroutinen abhängig. Vielmehr kann eine entsprechende positive Entscheidung auch durch gezielte Anreize und Dienstleistungsangebote gefördert werden. In diesem Zusammenhang können verschiedene Dienstleistungsangebote (wie z.B. ein Batteriewechselservice), IKT-basierte Systeme zur Information und Abrechnung oder sonstige Anreize wie Sondertarife für „Einspeiser“ dazu beitragen, dass Hemmnisse überwunden und die Akzeptanz der Nutzer zur Netzintegration ihrer Elektrofahrzeuge erhöht wird.

Zielsetzung dieser Auswertung ist es:

  • Einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand in Deutschland und Europa zu gewinnen und entsprechende Forschungslücken hinsichtlich des Netzwerkverhaltens und der Akzeptanz aufzuzeigen sowie
  • derzeit bereits erfolgreiche und zukünftig aussichtsreiche Anreizsystem zu analysieren und diejenigen zugehörigen Geschäftsmodelle differenziert zu untersuchen und herauszuarbeiten, welche spezifische Formen der Elektromobilität und deren Rahmenbedingungen die Netzintegration besonders fördern.

Publikationen

  • 2012

  • Jonuschat, Helga; Wölk, Michaela; Handke, Volker (2012): Untersuchung zur Akzeptanz von Elektromobilität als Stellglied im Stromnetz. IZT im Auftrag und in Zusammenarbeit mit B.A.U.M. Consult GmbH, Leiter der Begleitforschung für den Förderschwerpunkt "IKT für Elektromobilität". Abschlussbericht. IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Berlin.

    Untersuchung zur Akzeptanz von Elektromobilität als Stellglied im Stromnetz

    Export record: Citavi Endnote RIS ISI BibTeX WordXML