Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen

Für den kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien war und ist die Akzeptanz und Befürwortung breiter Bevölkerungs- und Akteursschichten dringend erforderlich. Das Forschungsprojekt widmete sich der kommunalen und der regionalen Ebene und gliederte sich entsprechend in zwei Teilprojekte: Teilprojekt A: Entwicklung einer strategischen kommunalen Energiepolitik zur Nutzung erneuerbarer Energieträger. Wobei die Ergebnisse in einer allgemeinverständlichen Broschüre niedergelegt wurden. Diese Broschüre hatte ein Auflage von 2.000 Stück und war sofort vergriffen. Teilprojekt B bestand aus einer Akzeptanzuntersuchung erneuerbarer Energien auf regionaler Ebene.
Akzeptanz und Strategien für den Ausbau Erneuerbarer Energien auf kommunaler und regionaler Ebene (SKEP)
2005 - 2009
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Beschreibung

Für den kontinuierlichen Ausbau Erneuerbarer Energien zur Primärenergie- und Stromversorgung ist die Akzeptanz und Befürwortung breiter Bevölkerungs- und Akteursschichten dringend erforderlich. Zum einen, da beispielsweise betroffene Anwohner im Rahmen von Genehmigungsverfahren einen geplanten Wind- oder Solarpark in Ihrer Gemeinde verhindern können, zum andern, da es sehr stark vom Engagement kommunaler Akteure und ihrem Zusammenwirken abhängig ist, ob EE-Vorhaben in den jeweiligen Kommunen eine verstärkte Förderung und Unterstützung erfahren und letztlich auch zur Umsetzung gelangen. Ebenso könnten aufgrund mangelnder Akzeptanz die Finanzierung von EE-Projekten durch private Anleger sowie der Konsum von "Grünem Strom" zurückgehen und somit den angestrebten weiteren Ausbau konterkarieren.

Das Thema der Akzeptanz von Erneuerbaren Energien ist von einer hohen Komplexität geprägt und weist mehrere Problemebenen auf:

  • Es bestehen Zielkonflikte zwischen dem Ausbau Erneuerbarer Energien und negativen Auswirkungen von Anlagen auf andere Belange, wie dem Naturschutz. Hierbei stehen häufig lokale Beeinträchtigungen (etwa Lärm und Veränderung des Landschaftsbildes) dem globalen Nutzen entgegen.
  • Ökonomische Aspekte werden durchaus sehr unterschiedlich bewertet. Während Stimmen aus der Industrie häufig die Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit hervorheben, weisen Umfragen in der breiten Bevölkerung auf eher geringe Kritik an der bisherigen Subventionierung regenerativer Energien hin.
  • Kommunen und ihren Verwaltungen kommt bei der Förderung, Nutzung und Propagierung Erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle zu. Die bisherige Praxis kommunaler Energiepolitik bleibt jedoch zumeist auf einen Bruchteil der möglichen kommunalen Maßnahmen, wie der Bewirtschaftung der öffentlichen Liegenschaften, beschränkt. Bestehende Möglichkeiten, durch die Schaffung von nutzerfreundlichen Strukturen, Kooperations- und Fördermechanismen verstärkt Anreize für den Einsatz von Erneuerbaren Energien seitens privater Betreiber oder bürgerschaftlicher Initiativen zu setzen, werden bisher nicht ausgeschöpft.

Im Forschungsprojekt werden Fragestellungen auf allen drei Ebenen untersucht. Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teilprojekte:

  • Teilprojekt A: Entwicklung einer Strategischen Kommunalen Energiepolitik (SKEP) zur Nutzung Erneuerbarer Energieträger.

  • Teilprojekt B: Akzeptanzuntersuchung Erneuerbare Energien auf regionaler Ebene

Zu den aufgeworfenen Fragen werden gemeinsam mit den relevanten Akteuren in einer Reihe von Workshops Strategien entwickelt, wie die Akzeptanz für Erneuerbare Energie Technologien gefördert und deren Anwendung auf regionaler und lokaler Ebene intensiviert werden kann.

Weitere Infos

Die Projektseite des Forschungsvorhabens finden Sie unter www.izt.de/skep

Eine wissenschaftliche Zusammenarbeit findet weiterhin im Rahmen des Netzwerks Akzeptanz für Erneuerbare Energien mit der Umweltpsychologie der Universität Magdeburg statt.

Publikationen

  • 2007

  • Wehnert, Timon; Heimann, Stefan; Jörß, Wolfram; Knoll, Michael; Nolting, Katrin; Bolay, Sebastian; Reichard, Christoph; Klinski, Stefan; Longo, Fabio (2007): Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen – Denkanstöße für die Praxis.IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

    Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen – Denkanstöße für die Praxis

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