Erneuerbare Energien in osteuropäischen Staaten

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien von derzeit 8,5 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2020 zu erhöhen. Dabei will die EU berücksichtigen, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten jeweils von einem völlig anderen Ausgangsniveau und mit einem ganz eigenen Energiemix starten. Auch soll im Rahmen einer fairen und angemessenen Aufteilung festgestellt werden, welche Nutzungspotenziale für Erneuerbare Energien in dem jeweiligen Land vorhanden sind (z.B. Windstärken, Sonnenstunden, geothermische Beschaffenheit der Böden). Für jedes Mitgliedsland sollen anschließend nationale Ausbauziele abgeleitet werden. Das Bundesumweltministerium (BMU) führt derzeit Gespräche mit verschiedenen osteuropäischen Partnern, um den Umsetzungsprozess in den neuen Mitgliedsländern durch methodisches Know-how und Erfahrungswissen zu unterstützen. Der Diskussionsprozess des BMU mit den osteuropäischen Staaten wird durch das Wuppertal Institut und das IZT wissenschaftlich begleitet und unterstützt.
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Ausbau erneuerbarer Energien in ausgewählten Staaten Osteuropas
2008 - 2009

Beschreibung

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien von derzeit 8,5 % auf 20 % im Jahr 2020 zu erhöhen. Bei der Realisierung des Gesamtausbauziels sollen die unterschiedlichen Ausgangspunkte (z.B. bestehender Energiemix), spezifischen Rahmenbedingungen und grundsätzlichen Möglichkeiten (z.B. Nutzungspotenziale erneuerbarer Energien) der Mitgliedstaaten im Rahmen einer fairen und angemessenen Aufteilung berücksichtigt und vor diesem Hintergrund nationale Ausbauziele abgeleitet werden. Den Mitgliedsstaaten bleibt es überlassen, die Gesamtziele auf einzelne Sektoren hinunterbrechen. Darüber hinaus können die Mitgliedsstaaten durch Kooperationen die kostengünstigsten Wege zur Erreichung der Ausbauziele für erneuerbare Energien einschlagen.
Vor diesem Hintergrund führt das Bundesumweltministerium Gespräche mit verschiedenen osteuropäischen Partnern mit dem Ziel, den Umsetzungsprozess in den neuen Mitgliedsländern durch die Bereitstellung methodischen Know-how's und die Vermittlung der Erfahrungen aus der nationalen Entwicklung zu unterstützen. Der Diskussionsprozess des BMU mit den osteuropäischen Staaten wird durch das IZT und das Wuppertal Institut wissenschaftlich begleitet und unterstützt. Hierzu werden Länderreports (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Estland, Litauen und Lettland), Berichte zu ‚neuesten Technologien' und ein Synthese Bericht mit Handlungsempfehlungen erstellt.

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