Zukunftsfähige Energiepolitik in der Megacity Johannesburg (1)

Die "Megacities" von morgen werden eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer global nachhaltigen Entwicklung spielen. Die Lösung der Energiefragen (u.a. Versorgungssicherheit, gerechter Zugang zu Energieressourcen, umweltgerechte Versorgung und Nutzung von Energie) spielt dabei eine Schlüsselrolle, sie ist eine fundamentale Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Das Projekt ENERKEY erarbeitete hierbei - gleichermaßen für die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Dimensionen - Lösungen, die die nachhaltige Entwicklung der Zielregion Johannesburg/Gauteng anhaltend stärken sollten. Im Projekt wurden Projekte initiiert, die die relevanten Nachhaltigkeitsindikatoren substantiell verbessern und zu Nachahmungsprojekten führen sollten.
By Andres de Wet (Own work) via Wikimedia Commons
Energie als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung in Megacities am Beispiel von Johannesburg, Südafrika
2005 - 2007
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • IER - Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität Stuttgart (Koordinator)
  • Stadtverwaltung Stuttgart, Abteilung für Umweltschutz
  • TÜV Rheinland Gruppe Köln
  • IBP - Fraunhofer-Institut für Bauphysik; Stuttgart
  • City of Johannesburg Municipal Authority of the City of Johannesburg, South Africa, Environmental monitoring and compliance department
  • Erkurhuleni: Authority of the Metropolitan municipality of Erkurhuleni, South Africa
  • Energy Research Center of the University of Cape Town, South Africa
  • University of Johannesburg, South Africa
  • ICLEI South Africa,
  • CSIR - Environmentek, Environmental and Resource Economics; Pretoria, South Africa,
  • ESKOM, Corporate Sustainability and Environment office, Energy Utility of SA
  • De Wit Sustainable Options (Pty) Ltd.

Beschreibung

Die "Megacities" von morgen werden eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer global nachhaltigen Entwicklung spielen. Die Lösung der Energiefragen (u.a. Versorgungssicherheit, gerechter Zugang zu Energieressourcen, umweltgerechte Versorgung und Nutzung von Energie) wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, sie ist eine fundamentale Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung.

Das Projekt ENERKEY will hierbei - gleichermaßen für die technischen, ökologischen und sozioökonomischen Dimensionen - Lösungen erarbeiten, die die nachhaltige Entwicklung der Zielregion Johannesburg/Gauteng anhaltend stärken. Im Projekt sollen, ausgehend von der Nutzung eines Portefeuilles an entscheidungsunterstützenden Instrumenten und Modellen, Projekte initiiert werden, deren erfolgreiche Durchführung die relevanten Nachhaltigkeitsindikatoren substantiell verbessern und zu Nachahmungsprojekten führen. Das Vorhaben berücksichtigt dabei den ALEP-Ansatz (advanced local energy planning), der Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung u.a. mit einem partizipativen Diskussions- und Entscheidungsprozess verbindet, in den alle relevanten Gruppen und Entscheidungsträger eingebunden sind. Darüber hinaus ist es ein entscheidender Baustein des Projektes, die Beteiligten und Entscheidungsträger vor Ort mit dem Umgang und den Zielen einer solchen Vorgehensweise vertraut zu machen und für eine reguläre Integration und Umsetzung in der Zielregion zu werben (capacity building).

Für den modular aufgebauten Modellansatz sollen die Daten des Energiesystems vor Ort zunächst erhoben und unter der Maßgabe von Szenarien die Auswirkungen von Maßnahmen bestimmt werden. Rückschlüsse und Empfehlungen zu sinnvollen und effektiven Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung der Stadt sollen aus der Datenanalyse gezogen werden. Nach der anfänglichen Umsetzung einzelner individueller Energie-Projekte (z.B. Sparmaßnahmen, Einsatz erneuerbarer Energien in Schulen oder Verwaltungsgebäuden) sollen zunehmend Maßnahmen auch auf einem integrierten Niveau für Politik und Entscheidungsträger erarbeitet werden, die die nachhaltige Entwicklung und ihre meßbaren Indikatoren für die Zielregion verbessern. Die Maßnahmen, Empfehlungen und Best-Practice Beispiele sollen in geeignete Informationsmedien übertragen und verbreitet werden.

Die 2-jährige Einführungsphase dient im wesentlichen dem Kontaktaufbau, der Validierung der Vorgehensweise anhand eines Fallbeispieles, der Erhebung der Datenverfügbarkeit und der Vorbereitung der weiteren Projektvorbereitung. Das Vorhaben wird von deutschen und südafrikanischen Partnern repräsentiert, die interdisziplinär die relevanten Bereiche abdecken und vielfältige praktische Projekterfahrungen mitbringen. Die Partnerschaft zwischen den Städten Stuttgart und Johannesburg bildet das Rückgrad des Konsortiums.

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