Zukunftsfähige Energiepolitik in der Megacity-Region Johannesburg/Gauteng (2)

Als Hauptziel des EnerKey-Projekts soll mit der Entwicklung und Implementierung eines effektiven Energie- und Klimaschutzkonzeptes in der Global City Region Gauteng ein aktiver Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung sowie für einen verbesserten Klimaschutz geleistet werden. Erreicht werden soll dieses Ziel durch: • eine strategische Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Stadtverwaltungen der JET-Städte, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen (NGOs), • die Entwicklung und Anwendung von entscheidungsunterstützenden Instrumenten und Tools, sowie •die Implementierung von Pilotprojekten und Pilotanwendungen.
By Andres de Wet (Own work) via Wikimedia Commons
Energie als Schlüsselelement für ein integriertes Klimaschutzkonzept für die Region Gauteng, Südafrika
2008 - 2013
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    IER - Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität Stuttgart (Koordinator)

    IBP - Fraunhofer-Institut für Bauphysik; Stuttgart

    INEP gGmbH, Intern. Inst. for Sustainable Energy Management, Mellinghausen

    Stadtverwaltung Stuttgart, Abteilung für Umweltschutz

    TÜV Rheinland Gruppe Köln

    Assozierte Partner in Südafrika:

    Universität Johannesburg (Koordinator Südafrika)

    Stadtverwaltung Johannesburg

    Stadtverwaltung Ekurhuleni

    Stadverwaltung Tshwane (Pretoria)

    Energy Research Center der Universität Kapstadt

    Universität WitwatersrandCSIR - Council for Scientific and Industrial Research, Pretoria

    Unternehmen wie ESKOM, Afrika Verein der dt. Wirtschaft, Dt.-SA Handelskammer, GTZ

    Nicht-Regierungs-Organisationen wie Sustainable Energy Africa (SEA), Peer Africa

       

     

     

    Beschreibung

    Die Sicherung der Energieversorgung hat in Südafrika als wichtigste Industrienation des Kontinents eine hohe Bedeutung. Zugleich stehen aber auch Fragen der Verteilungsgerechtigkeit ("electricity for all") hoch auf der politischen Agenda der Post-Apartheid Ära. Während die Energieversorgung der Mittel- und Oberschicht sowohl in Bedarfsstrukturen und -mengen als auch in Bezug auf die eingesetzten Technologien den Industrienationen sehr ähnelt, stellen sich für große Teile der sehr armen Bevölkerung völlig andere Herausforderungen:

    Atemwegserkrankungen durch lokale Emissionen sowie Großbrände in Armensiedlungen aufgrund unsicherer Geräte führen zu hunderten Toten jedes Jahr. In letzter Zeit nimmt jedoch auch die Klimaschutzfrage deutlich an Bedeutung zu: Südafrika, verwendet fast ausschließlich heimische Kohle und liegt pro Kopf bei der C02 Emission nur knapp hinter Deutschland. Global ist es die Nummer 12 der stärksten Emittenten und für ca. 40% der Emissionen des afrikanischen Kontinents verantwortlich.

    Städte spielen für den zukünftigen Energieverbrauch, als auch die CO2 Emissionen eine entscheidende Rolle. Sie zeichnen sich sowohl durch ein hohes ökonomisches Wachstum, einen intensiven Technologieeinsatz als auch eine hohe Ballung an Kompetenz aus.

    In der Anlaufphase des EnerKey-Projekts haben die Verantwortlichen aus Forschung, Stadtverwaltung, Unternehmen und nicht-staatlichen Organisationen (NGO) beschlossen, dass für die nachhaltige Entwicklung der Gobal City Region Gauteng, die die drei Großstädte Johannesburg, Ekurhuleni und Tshwane (JET) umfasst, ein gemeinsames, integriertes und interdisziplinäres Energie- und Klimaschutzkonzept von großer Bedeutung wäre. Um die Erstellung eines solchen Konzeptes zu erreichen, wurde in Gauteng mit Unterstützung wichtiger Institutionen ein Kompetenznetzwerk südafrikanischer und deutscher Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Organisationen gebildet.

    Als Hauptziel des EnerKey-Projekts soll mit der Entwicklung und Implementierung eines effektiven Energie- und Klimaschutzkonzeptes in der Global City Region Gauteng, Südafrika, ein aktiver Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung sowie für einen verbesserten Klimaschutz geleistet werden. Erreicht werden soll dieses Ziel durch

    • eine strategische Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Stadtverwaltungen der JET-Städte, Unternehmen und anderen Einrichtungen (NGO),
    • die Entwicklung und Anwendung von entscheidungsunterstützenden Instrumenten und Tools, sowie
    • die Implementierung von Pilotprojekten und Pilotanwendungen.

    Die Arbeit des EnerKey-Projekts ist untergliedert in acht Module zu FuE, Implementierung und Projektmanagement.  

    Das IZT untersucht und moderiert in Modul M 2 – "Stakeholder und sozio-ökonomische Treiber" die nicht-technischen Aspekte des Entscheidungs- und Umsetzungsprozesses. Modul 2 fungiert damit als komplementäres, aber eng verzahntes Gegenstück des integrierten, computergestützten Szenarioanalyse (mit Hilfe des TIMES Modelles).

    Durch das IZT werden vor allem sozio-ökonomische Aspekte analysiert, Faktoren für den Energieverbrauch und die Energiebereitstellung untersucht und Maßnahmen für eine erfolgreiche Implementierung initiiert. Dabei moderiert des IZT einen partizipativen Stakeholderprozess, der sowohl der Informationsgewinnung als auch der Verankerung der Forschungsergebnisse dient. Zentrales Element ist die "EnerKey Long-term Perspective Group" in der die wichtigsten Schlüsselakteure aus Verwaltung, NGOs und Industrie vertreten sind.  

    Eine detaillierte Beschreibung des Arbeitspaktes des IZT finden Sie in der englischen Kurzbeschreibung des Moduls "Integrierte Stakeholder Prozesse und sozio-ökonomische Begleitung für die Entwicklung eines Klima-Aktionsplans in der Region Gauteng, Südafrika" (download).  

    Mehr Informationen zum EnerKey Projekt generell finden Sie unter: www.enerkey.info

    Weitere Infos


    Publikationen