F+E-Outsourcing

Im Bereich industrieller Forschung und Entwicklung (F+E) ist zu beobachten, dass zunehmend F+E-Arbeiten an Externe outgesourct werden - derzeit etwa in der Chemie- und Pharmabranche bereits besonders erfolgreich. Diese Entwicklung ist auch für andere Branchen und für nichtkommerzielle Forschungsorganisationen denkbar. Im Rahmen der "Innovations- und Technikanalyse" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das IZT die Chancen und Risiken dieses sich abzeichnenden Trends in Wirtschaft und Wissenschaft untersuchen. Vollständiger Titel des Projektes: "F+E-Outsourcing - Innovationschance oder Risiko? Explorative Untersuchung eines neuen Trends im Innovations- und Forschungssystem".
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F+E-Outsourcing
2006 - 2007
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Beschreibung

In einigen Bereichen der industriellen Forschung ist ein zunehmender Trend zum Outsourcing von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben festzustellen. Die vorliegende Studie fragte nach Reichweite und Bedeutung dieses Trends. Dazu wurden mit Internetrecherchen, Interviews und Workshops exemplarisch die diesbezüglichen „Vorreiterbranchen“ Automobilbau, Informationstechnik und insbesondere Biotech/Pharma untersucht. Es wurde betrachtet, welche Art von F+E-Aufgaben ausgelagert werden (können), welche Technik und Infrastruktur dabei eine Rolle spielt und welche Chancen und Risiken für die „Auftraggeber“, für die „F+E-Anbieter“ und für das deutsche „Innovationssystem“ allgemein damit verbunden sind.

Es zeigte sich, dass F+E-Outsourcing definitiv ein Trend ist – allerdings kein homogener: Es herrschen Unterschiede zwischen Branchen, Unterschiede zwischen großen und kleinen Unternehmen, Unterschiede zwischen forschungsfernen und forschungsorientierten Unternehmen. Dennoch konnte ein Satz erster Handlungsempfehlungen formuliert werden a) zum Outsourcing von F+E im engeren Sinne, b) zur forschungsbezogenen Vernetzung von KMU und c) zur Kooperation mit der Wissenschaft. Vertieft wurde außerdem die Zukunftsperspektive „Outsourcing von F+E durch Problemlösebörsen und Ausschreibung von Preisen?“. Überraschendes Fazit: F+E-Wettbewerbe bergen diesbezüglich interessante Potenziale, sind aber im Einsatz begrenzt auf entweder eher kleine Probleme oder aber auf „sehr große“, visionäre Aufgaben.

Publikationen