Gutachten „Green IT - Nachhaltigkeit“

Das Gutachten zu nachhaltiger Informationstechnik lieferte drei zentrale Erkenntnisse: (1.) Die hohe Innovations‐ und Veränderungsdynamik in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) erschwert langfristige Aussagen über Ressourcenbedarfe und Ressourceneinsparpotenziale. (2.) Die Analyse offenbarte gegenläufige Trends: Einerseits nimmt die Anzahl von IKT‐Geräten und -Anwendungen rasant zu, was tendenziell zu einer Erhöhung der IKT‐bedingten Ressourcenbedarfe und Emissionen führt. Andererseits verbessert sich in vielen Fällen die Energie‐ und Materialeffizienz von Endgeräten, Netzen und Rechenzentren erheblich, was hohe Ressourceneinsparmöglichkeiten eröffnet. (3.) Der systemische Charakter und die hohe Komplexität der Querschnittstechnologie IKT, die hohe Veränderungsdynamik sowie die Gleichzeitigkeit gegenläufiger Trends von Ressourcenbedarfen und Ressourceneinsparmöglichkeiten erschweren belastbare Aussagen über die gesamtwirtschaftlichen bzw. gesamtgesellschaftlichen Umwelteffekte.
Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Internet und digitale Gesellschaft" © Bundestag/Anke Jacob
Gutachten „Green IT - Nachhaltigkeit“
2011 - 2012
Deutscher Bundestag, Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“
[Auftragnehmer: Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit]

Beschreibung

Für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Internet und digitale Gesellschaft" erstellte das IZT ein Gutachten zu nachhaltiger Informationstechnik - gemeinsam mit dem Forschungspartner Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit.

Ziel des Gutachtens war es, die Einsatzmöglichkeiten von IKT‐Lösungen und den dafür notwendigen Ressourcenbedarf (insbesondere Energie) aufzuzeigen, zu prognostizieren und zu analysieren, sowie mit statistisch belastbaren Zahlen zu unterfüttern. Des Weiteren sollten folgende Fragen beantwortet werden: Welche Möglichkeiten für eine Reduzierung des Ressourcenbedarfs bei einer gleichzeitig fortschreitenden globalen Ausweitung der Internet‐Infrastruktur bieten sich an? Welche Maßnahmen können ergriffen werden? Gleichzeitig war zu fragen, welche Auswirkungen die Reduzierung des Ressourcenbedarfs hat? Zu diskutieren waren hierbei auch "Rebound"‐Effekte, insbesondere vor dem Hintergrund des Nutzerverhaltens und der Internet‐Infrastruktur, sowie die Frage, wie dies anhand des Forschungsstandes einzuschätzen ist?

Die Trendanalyse lieferte drei zentrale Erkenntnisse, die mit Blick auf die Abschätzung der Ressourcenbedarfe der IKT und möglicher Ressourceneinsparpotenziale relevant sind:

(1.) Die hohe Innovations‐ und Veränderungsdynamik im Technologie‐ und Anwendungsfeld IKT erschwert langfristige Aussagen über Ressourcenbedarfe und Ressourceneinsparpotenziale.

(2.) Die Analyse offenbarte gegenläufige Trends: Einerseits nimmt die Anzahl von IKT‐Geräten und -Anwendungen rasant zu, was tendenziell zu einer Erhöhung der IKT‐bedingten Ressourcenbedarfe und Emissionen führt. Andererseits verbessert sich in vielen Fällen die Energie‐ und Materialeffizienz von Endgeräten, Netzen und Rechenzentren erheblich, was hohe Ressourceneinsparmöglichkeiten eröffnet.

(3.) Der systemische Charakter und die hohe Komplexität der Querschnittstechnologie IKT, die o. g. hohe Veränderungsdynamik sowie die Gleichzeitigkeit gegenläufiger Trends von Ressourcenbedarfen und Ressourceneinsparmöglichkeiten erschweren belastbare Aussagen über die gesamtwirtschaftlichen bzw. gesamtgesellschaftlichen Umwelteffekte der IKT.

Weitere Infos

Das Gutachten wurde durch den Deutschen Bundestag veröffentlicht: Gutachten Green IT.

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