Technikfolgenabschätzung "Kinder- und Jugendmedienschutz"

2014 unterstützte das IZT das "I-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet" bei seinem zukunftsorientierten Prozess auf Bundesebene. Das Thema lautete: "Mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen". Bemerkenswert: Die unterschiedlichen pädagogischen Überzeugungen reichen in Deutschland von der Befürwortung einer konsequenten frühkindlichen Medienerziehung bis hin zu ausgeprägten Abstinenzüberlegungen. Hier zeigten sich offene Handlungsfelder – vor allem in der Politik und im Bildungssystem. Auch sollte der Jugendmedienschutz an eine veränderte internationale Medienlandschaft angepasst werden. Das IZT erarbeitete eine Akteurs-Analyse und drei methodisch schlüssige Szenarien für die Jahre 2016–2018.
© Jan-Pierre Dalbéra
Technikfolgenabschätzung "Kinder- und Jugendmedienschutz"
2013 - 2014
LPR - Trägergesellschaft für jugendschutz.net gemeinnützige GmbH

Beschreibung

Das IZT erprobte gemeinsam mit der Fachkommission "Wissen, Forschung, Technikfolgenabschätzung" des Zentrums für Kinderschutz im Internet (I-KiZ) das Instrument der partizipativen Technikfolgenabschätzung, um die Entwicklung eines angemessenen Kinder- und Jugendmedienschutzes in naher Zukunft betrachten zu können. Beim Zentrum für Kinderschutz im Internet handelt es sich um einem Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei jugendschutz.net.

Die Kernfrage dieser Technikfolgenabschätzung lautete: "Wie nutzen junge User (1-16 Jahre) mobile Geräte mit Internetzugang in den Jahren 2016 bis 2018?"

In drei Szenario-Workshops und zwei Online-Kollaborationen wurden relevante Einflussfaktoren identifiziert, Wirkungszusammenhänge und Schlüsselfaktoren ermittelt sowie drei weitgehend konsistente und kontrastierende Szenarien einer "fähigen" Internet-Gesellschaft, einer "verletzten" und einer "regulierten" Gesellschaft ausgearbeitet.

Auf den generierten Erkenntnissen aufbauend wurde eine  Akteurs-Analyse durchgeführt. Die Akteurs-Analyse diente dazu, die Situation im Kontext des Kernthemas besser einschätzen zu können, Probleme aufzuzeigen und Risiken besser abschätzen zu können, um daraus möglichst frühzeitig Konsequenzen für gesellschaftliche und politische Handlungsoptionen abzuleiten.

Die drei leitenden Forschungsfragen waren:

  • Welche Akteure spielen im Themenfeld eine Rolle? Inwieweit können und wollen die involvierten Akteure die Nutzung mobiler Endgeräte mit Internetzugang durch junge Menschen grundsätzlich fördern oder hemmen?
  • Welche Akteure haben Einfluss auf das gesellschaftliche Klima, welche Handlungsspielräume bestehen für die Verbesserung der  Medienkompetenz von Erziehungsverantwortlichen?
  • Was kann getan werden, um die weitere Entwicklung in wünschbare Bahnen zu lenken? 

Weitere Infos

Drittmittelgeber hat keine eigene Website, daher ersatzweise Verweis auf: I-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet

Publikationen

  • 2014

  • Evers-Wölk, Michaela (2014): Technikfolgenabschätzung zum Gegenstand „mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 16 Jahren in den kommenden 3 bis 5 Jahren“. In: i-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im internet: Jahresbericht, Annual Report 2014., S. 60-65.

    Technikfolgenabschätzung zum Gegenstand „mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 16 Jahren in den kommenden 3 bis 5 Jahren“

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