Zukunftsvision für die Johanniter-Unfall-Hilfe

Auch Rettungs- und Sanitätsdienste, Katastrophenschutz und Auslandshilfe unterliegen technologischem und gesellschaftlichem Wandel. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. nutzte daher Methoden der Zukunftsforschung, um auch im Jahr 2030 möglichst noch mit bedarfsgerechten Angeboten aufwarten zu können. Der Bundesvorstand beauftragte das IZT mit einem knapp einjährigen Szenario-Prozess. In Zukunftswerkstätten und Szenario-Workshops antizipierten MitarbeiterInnen aller Bereiche und Hierarchiestufen Herausforderungen für ihre Branche und entwarfen kreative, visionäre Antworten darauf. Am Ende stand eine positive Zukunftsvision für die gesamte Organisation; zudem wurden Umsetzungsprojekte in mehreren zentralen Gestaltungsfeldern initiiert.
Logo der Johanniter-Unfall-Hilfe © Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Szenario-Prozess für die Johanniter-Unfall-Hilfe
2012 - 2013
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Beschreibung

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist eine große evangelische Hilfsorganisation mit ca. 1,5 Mio. Fördermitgliedern und ca. 13.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sowie rund 30.000 ehrenamtlichen Mitgliedern (inkl. JUH-Jugend), organisiert in neun Landesverbänden sowie über 200 Orts-, Kreis- und Regionalverbänden.

Um auch in Zukunft fach- und bedarfsgerechte Hilfsangebote anzubieten und dabei Spendenmittel und wirtschaftliche Erlöse effizient und effektiv einsetzen zu können, möchte die JUH vorausschauend plausible und wünschbare Perspektiven für die zukünftigen Aufgabenfelder und die eigene Organisation entwickeln. In Ergänzung zum 2006 begonnenen JUH-Strategieprozess „Zukunft sichern!“ soll damit eine aktualisierte Zukunftsvision vorbereitet und unterstützt werden.

Der Betrachtungshorizont wird im Rahmen des vorliegenden Szenario-Prozesses mit „2030“ bewusst etwas weiter in die Zukunft gelegt. Diese längere Zeitspanne wird gewählt, um darin auch größere mögliche Veränderungen der gesellschaftlichen, technischen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen für die Aufgabenfelder der JUH mitdenken zu können.

Im Mittelpunkt der Betrachtung sollen die JUH selbst, ihre zukünftigen Aktivitätsfelder und ggf. auch zukünftige Organisationsformen stehen. Zunächst soll dabei keine selektive Fokussierung auf einzelne der heutigen Aufgabenfelder erfolgen: Alle Bereiche - Ausbildung, Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Soziale Dienste und Auslandshilfe – sollen thematisiert werden können. Gestartet wird das Projekt mit einer klassischen Zukunftswerkstatt. Anschließend werden in einem normativen Szenario-Prozess systematisch attraktive Zukunftsbilder entwickelt und im Hinblick auf Gestaltungsoptionen und Handlungsfelder ausgewertet.

Publikationen