Stadtkonzepte für Ostdeutschland

Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung sind viele ostdeutsche Kommunen gefordert, auf die anhaltende Abwanderung der arbeitsfähigen Bevölkerung mit innovativen Stadtentwicklungsstrategien zu reagieren. Stand in den Jahren nach der Wende in den Städten und Gemeinden die Modernisierung von Gebäuden, Industrie, Dienstleistungen und Infrastrukturen im Vordergrund, geraten nun die "weichen Faktoren" in den Blickpunkt: soziale, lebenswerte und tragfähige Umwelten, die der Migration entgegen wirken und das Leerlaufen der Peripherie stoppen könnten. Die Landesbausparkassen Ost haben das IZT beauftragt, in einer Studie "tragfähige Stadtkonzepte" für Ostdeutschland vorzustellen. Der Titel des neuen Forschungsprojektes lautet: "Neue Identitäten - Lücken gestalten".
"Neue Identitäten - Lücken gestalten" - Tragfähige Stadtkonzepte für Ostdeutschland
2009 - 2010
LBS Landesbausparkassen Ost

Beschreibung

Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung sind immer noch gravierende Unterschiede zwischen der Entwicklung Ost- und Westdeutschlands zu konstatieren. Insbesondere die massive Abwanderung von oftmals jüngeren Menschen hat in ostdeutschen Kommunen Lücken gerissen, die in Ausmaß und Struktur neu waren und sind. Die Politik hat den Transformationsprozess Ostdeutschlands mit zahlreichen Förderprogrammen gestaltet und unterstützt, wobei in den ersten 15 Jahren die "Hardware" im Vordergrund stand, also die Modernisierung und der Ausbau von Industrie und Dienstleistungen, von Straßen, der Energie- und Wasserversorgung und von Gebäuden. Nach und nach hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass weitergehende Aktivitäten im Bereich der "Software", also der Schaffung sozialer, lebenswerter und tragfähiger Umwelten erforderlich sind, um der Migration vornehmlich nach Westdeutschland, aber auch in die Zentren Ostdeutschlands entgegen zu wirken und das Leerlaufen der Peripherie zu stoppen.

Das IZT führt im Auftrag der LBS Landesbausparkassen Ost eine explorative Studie durch, die einerseits vorhandenes Wissen zusammenträgt und sortiert, die Experten zur weiteren Strukturierung und Konturierung einbezieht und auf dieser Basis Lösungsstrategien entwickelt, die im Netzwerk mit anderen Organisationen und Persönlichkeiten von der LBS präsentiert werden können.

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