Strategien: Feinstaub mindern

Ziel des neuen IZT-Forschungsprojektes war es, die Ursachen für Grenzwertüberschreitungen zu ermitteln - für Feinstaub PM10 und für Feinstaub PM2,5. Weiterhin sollten die beteiligten Wissenschaftler emissionsmindernde Maßnahmen identifizieren, die die Feinstaubbelastung reduzieren können. Auftraggeber war das Umweltbundesamt.
Stadt Oberhausen / Bereich Umweltschutz
Strategien zur Verminderung der Feinstaubbelastung (PAREST)
2007 - 2010

Beschreibung

Trotz der bisher auf nationaler und internationaler Ebene eingeleiteten Emissionsminderungsmaßnahmen lässt sich aus Immissionsprojektionen ableiten, dass in Deutschland auch in Zukunft von erheblichen Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub PM10, insbesondere des Kurzzeitgrenzwertes, ausgegangen werden muss. Es gilt daher die Ursachen dieser Überschreitungen zu ermitteln, und zu prüfen, inwieweit weitergehende Maßnahmen auf nationaler Ebene zur Einhaltung der Grenzwerte effektiv beitragen können. Zwei, prinzipiell zusammenhängende umweltpolitische Direktiven, nämlich die sog. "NEC-Richtlinie" und die EU-Rahmenrichtlinie geben dabei die Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Luftqualitätsentwicklung in Europa und damit auch in Deutschland für die Jahre bis 2020. Nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie über die Luftqualität und saubere Luft in Europa bleibt der heutige PM10 Grenzwert erhalten, wird aber um einen Grenzwert für PM2,5 ergänzt. In die geplante Überarbeitung der NEC-Richtlinie wird wahrscheinlich eine nationale PM2,5 Emissionsobergrenze aufgenommen werden. Die Umsetzung der beiden Direktiven verlangt eine Beurteilung der Auswirkungen möglicher und bereits geplanter Maßnahmen auf die Luftqualität, da das Ziel sein muss, sowohl die Emissionsbegrenzungswerte der NEC-Richtlinie als auch die Luftqualitätsgrenzwerte der EU-Richtlinien zu erreichen und gegebenenfalls auch zu unterschreiten.

Zur Ableitung einer optimalen nationalen Strategie muss die Bewertung der Maßnahmeneffektivität bezüglich ihrer Auswirkung auf Kosten und Immissionen erfolgen, wobei wegen der geplanten Einführung eines Grenzwertes für PM2,5 neben PM10 in Zukunft auch verstärkt PM2,5 betrachtet werden muss.

Ziel des Vorhabens ist es, die Ursachen für die Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub PM10 und für den geplanten Grenzwert für Feinstaub PM2,5 zu ermitteln und geeignete emissionsmindernde Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung zu identifizieren. Die bereits in vorhergehenden Forschungsvorhaben des Umweltbundesamts untersuchten Einzelmaßnahmen sollen dazu zu Maßnahmenbündeln zusammengefasst werden (Maßnahmenszenario). Die Minderungspotentiale der Maßnahmenbündel und die damit verbundenen Kosten sind zu ermitteln. Die immissionsseitigen Auswirkungen der Maßnahmenbündel sind mit Hilfe geeigneter Ausbreitungsrechnungen zu bestimmen. Die auf Basis der einzelnen Maßnahmenbündel prognostizierte Immissionssituation soll mit den Zielvorgaben der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und den zu erwartenden Vorgaben der novellierten europäischen Luftqualitätsrichtlinie verglichen werden, um den zur Einhaltung der Grenzwerte notwendigen Emissionsminderungsumfang zu ermitteln.

Weitere Infos

Projektseite: http://www.parest.de/

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