Zukunftsstadt: Innovationen für Klimaresilienz und Bioökonomie

Dieses Forschungsprojekt konzentriert sich auf Erfolgsfaktoren von Stadt-Umland-Kooperationen: Damit erstens vor Ort ein wirksamer Schutz vor Extremwetterereignissen aufgebaut wird und damit zweitens Innovationen bei der Nutzung der Biomasse entwickelt und von der Bevölkerung getragen werden. Aufgabe des IZT ist es, Erkenntnisse zur ökologischen, sozialen und politischen Nachhaltigkeit der verschiedenen Biomasse-Nutzungen zu liefern. Welchen Unterschied macht es beispielsweise, ob eine Biogasanlage mit organischen Reststoffen befüllt wird oder aber mit Energiepflanzen wie Mais und Zuckerrüben? Wie können Biogasanlagen zur Energiewende beitragen und gleichzeitig zu einer Kreislaufwirtschaft? Ziel des Projektes sind Lösungen, die sich auf eine fundierte Nachhaltigkeitsbewertung stützen und gleichzeitig möglichst auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen.
Wie nachhaltig sind die Biogasanlagen einer bestimmten Region? © Philipp Pohlmann/PIXELIO
Zukunftsstadt: Klimaresiliente Stadt-Umland Kooperation Innovationen regionaler Biomasseproduktion, Kreislaufwirtschaft und Governance
2018 - 2021
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen

Europa-Universität Flensburg

Institut für soziale Ökologie, Alpen-­Adria-­Universität Klagenfurt (AAU)

Stadt Wolfhagen
Stadt Felsberg
Stadt Hofgeismar
Energie 2000 e.V., Energieagentur im Landkreis Kassel
Klima und Energieeffizienz Agentur (KEEA)
EuRegPro eG, Nordhessen

Beschreibung

Zur Intention des Projektes

Deutschland benötigt dezentrale Innovationen für die Energiewende, die Bioökonomie und für den Schutz vor Extremwetterereignissen. Das Forschungsprojekt konzentriert sich dabei auf Erfolgsfaktoren von Stadt-Umland-Kooperation. Fest steht: Werden in einer Region gleichzeitig energiepolitische, bioökonomische und klimaresiliente Zielsetzungen verfolgt, wirken unweigerlich verschiedenste Einflussfaktoren komplex zusammen. Dieser komplexen Realität will das Projekt gerecht werden.


Arbeitspakete des IZT in diesem Kooperationsvorhaben

Das Teilvorhaben des IZT zielt auf eine integrierte indikatorenbasierte Nachhaltigkeitsbewertung. Das IZT erarbeitet eine methodische Herangehensweise und liefert gleichzeitig empirische Erkenntnisse zur ökologischen, sozialen und politischen Nachhaltigkeit sowie zu Hürden und Hemmnissen von innovativen Biomasse-Nutzungspfaden in der Region Nordhessen und darüber hinaus. Indem das IZT Nachhaltigkeitsbewertungen als Entscheidungsgrundlage untersucht und anpasst, eine systematische Betrachtung der eingeschlagenen und möglichen zukünftigen Biomasse-Entwicklungspfade erlaubt und diese mit Blick auf übergeordnete regionale Transformationsstrategien diskutiert, leistet es einen Beitrag zu der Entwicklung effektiver Governance-Formationen einer dezentralen und nachhaltigen Energiewende.      

Fragestellungen des IZT-Teilprojekts:

  • Wie sind in der Region eingeschlagene Entwicklungspfade und mögliche alternative Innovations- und Transformationsprozesse der Biomasse-Nutzung in Bezug auf zentrale Nachhaltigkeitsdimensionen zu bewerten?
  • Welche Nachhaltigkeitsindikatoren sind geeignet, um den Landnutzungswandel und mögliche Zielkonflikte angesichts der Zielstellungen einer Bioökonomie und unter Berücksichtigung der mittel-langfristigen regionalen Effekte des Klimawandels zu erfassen und zu bewerten?
  • Wo liegen Hürden und Hemmnisse von innovativen Nutzungspfaden (beispielsweise in gegenläufigen Interessen von Landwirtschaft und Forstwirtschaft)?
  • Inwieweit lassen sich die Erkenntnisse auch auf andere Standorte übertragen und welche Erkenntnisse lassen sich daraus für übergeordnete Transformationsstrategien gewinnen?

 

Dieses Projekt wird vom BMBF unter dem Förderkennzeichen 03SF0550B unterstützt.

Weitere Infos

Deutschland benötigt dezentrale Innovationen für die Energiewende, die Bioökonomie und für den Schutz vor Extremwetterereignissen. Das Forschungsprojekt konzentriert sich dabei auf Erfolgsfaktoren von Stadt-Umland-Kooperation, damit erstens vor Ort ein wirksamer Schutz vor Extremwetterereignissen aufgebaut werden kann und damit zweitens Innovationen bei der Nutzung der Biomasse entwickelt und von der Bevölkerung getragen werden.

Publikationen