Online-Monitoring direkter Emissionen im Eisenbahndieselverkehr

Das IZT entwickelte ein Online-Tool, mit dem Eisenbahnunternehmen ihre Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen - basierend auf den jährlichen Treibstoffverbräuchen - berechnen lassen können. Die vom IZT entwickelte Methodik trägt so zur Abgasreduktion im Rahmen der Emissionsminderungsstrategie 2030 bei. Bahngesellschaften, die noch keine Berichtsprozesse für Emissionen etabliert haben, können mit dem gleichen Online-Tool ihre Emissionen basierend auf der Dieselflotten-Zusammensetzung berechnen lassen (Altersstruktur der Fahrzeuge und eingehaltene Emissionsgrenzwerte).
© Deutsche Bahn / Claus Weber / DB98593
Monitoring direkter Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen im Eisenbahndieselverkehr: Neues Tool in Auftrag gegeben
2012 - 2014
UIC International Union of Railways

Beschreibung

Im Jahr 2010 verabschiedeten der Internationale Eisenbahnverband (International Union of Railways) und die Vereinigung der Europäischen Eisenbahnen (Community of European Railway and Infrastructure Managers) ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsstrategie „Moving towards Sustainable Mobility: European Rail Sector Strategy 2030 and beyond“. Darin waren u.a. Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem Europäischem Eisenbahnverkehr festgesetzt sowie Methoden, um die Zielerreichung auf jährlicher Basis zu überprüfen.

Des weiteren sind in der Strategie ambitionierte Ziele zur Reduktion von Abgasemissionen aus Dieseltraktion – Stickoxide (NOx) und Feinstaubpartikel (PM) – festgesetzt. Basierend auf den ausführlichen Vorarbeiten des IZT aus dem CleanER-D Projekt, wurde das IZT beauftragt, eine Methodik zu entwickeln, um die Zielerreichung bei der Abgasreduktion zu verfolgen und zu überprüfen.

Basierend auf drei unterschiedlich detaillierten Berichtsgrundlagen können Eisenbahnunternehmen ihre eigenständig bestimmten Emissionen berichten (samt Hinweisen zur Methodik), diese mit einem Online-Tool – basierend auf den jährlichen Treibstoffverbräuchen – berechnen lassen oder für Bahngesellschaften, die noch keine Berichtsprozesse etabliert haben, diese Emissionen basierend auf der Dieselflotten-Zusammensetzung (Altersstruktur der Fahrzeuge und eingehaltene Emissionsgrenzwerte) berechnen lassen.
Des weiteren berechnete das IZT die Dieselabgasemissionen für das Basisjahr 2005, welches als Vergleichsgrundlage der Abgasreduktion dient.

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