Umweltbildung für MigrantInnen – die Entwicklung von Kurzvideos

Ziel war es, einfache Videos, so genannte Screencasts, in verschiedenen Sprachen zu entwickeln, um Geflüchtete und Migranten über relevante Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzverhaltens in Deutschland zu informieren. Die Inhalte sollten den Zielgruppen möglichst einfach zugänglich gemacht werden. Die Screencasts wurden in Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch/Farsi erstellt.
© IZT
Umweltbildung für MigrantInnen – die Entwicklung von Screencasts
2016
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Beschreibung

Umwelt- und Klimaschutz besitzt in Deutschland insgesamt eine hohe gesellschaftliche und politische Relevanz. Bereits etablierte Verhaltensmuster sind jedoch für zugewanderte Menschen aus anderen kulturellen Kontexten und mit Flucht- oder Migrationshintergrund häufig nicht selbsterklärend. Beispiele hierfür sind Mülltrennung, Energiesparen, nachhaltiger Konsum oder Naturschutz.

Mit einfachen, gut verständlichen und kreativen Kurzvideos sollten die wesentlichen Punkte im Umweltverhalten und für einen effektiven Klimaschutz im Alltag vermittelt werden. Dazu wurden sogenannte Screencasts in unterschiedlichen Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch/Farsi) erstellt. Da zu den Videos die Erklärungen eingesprochen werden und nur wenig Text gezeigt wird, sind die Themen auch für AnalphabetInnen zugänglich.

Das Hosting der Screencasts erfolgt auf dem YouTube-Kanal des IZT. In Erstaufnahmezentren, Flüchtlingsunterkünften, sowie in Wartebereichen von Ämtern wurden auf Postern der Link zum Video und der QR-Code gezeigt, mit dem über Smartphone oder Tablet die Videos angesehen werden können. Zudem wurden die Videos auf Webseiten von Hilfsorganisationen verlinkt. Damit wurde MigrantInnen eine niedrigschwellige Orientierung über einige Lebensgewohnheiten in Deutschland geboten. Die Vermittlung dieser Themen und der zugrunde liegenden umweltpolitischen Grundsätze, Normen und Konventionen ist auch ein Teil des Integrationsprozesses und kann MigrantInnen helfen, sich in einer neuen und fremden Kultur schneller zurecht zu finden und anzukommen.

Die Zielgruppe des Vorhabens waren nicht nur Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, sondern auch  Kinder, Jugendliche, AnalphabetInnen und Menschen aus bildungsferneren Bevölkerungsschichten.

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