Umweltzeichen "Thermische Solaranlagen"

Das IZT hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie eine Machbarkeitsstudie für das Umweltbundesamt (UBA) abgeschlossen. Titel der Studie: "Neue Umweltzeichen in Anlehnung an ISO 14024 für die Produktgruppe: Thermische Solaranlagen". Im Ergebnis schlug die Studie vor, auch in Zukunft den "Blauen Engel" nur für Sonnen-Kollektoren zu vergeben. Als leicht vermittelbarer Bewertungsmaßstab wurde die energetische Amortisationszeit abgeleitet. Diejenigen Beschichtungsverfahren, die krebserregende Chrom-VI-Verbindungen nutzen, sollten – ähnlich wie in Österreich – jedoch vom Umweltzeichen ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Studie haben Empfehlungscharakter.
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Machbarkeitsstudien für neue Umweltzeichen in Anlehnung an ISO 14024 für die Produktgruppe: Thermische Solaranlagen
2002 - 2003
Umweltbundesamt

Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg

Beschreibung

Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Zum einen die Überarbeitung des Umweltzeichens für Sonnenkollektoren RAL-UZ 73 unter Berücksichtigung der seit Vergabe erfolgten technologischen Entwicklungen in der Branche, insbesondere der Prüfung der Abgrenzung von galvanischen und nicht-galvanischen Beschichtungsverfahren der selektiven Absorberoberflächen. Zum zweiten soll geprüft werden, inwieweit es sinnvoll und machbar ist, das bestehende Umweltzeichen für Sonnenkollektoren auf solarthermische Gesamtanlagen auszuweiten.

Das Projekt gliederte sich in zwei Teile: Zum einen in die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, zum anderen in die Erarbeitung von Vorschlägen für Produktanforderungen.

Kernaufgabe der Machbarkeitsstudie war es, auf der Grundlage von Umfragen und ausführlichen Marktrecherchen über die bestehende und zukünftige technologische Entwicklung sowie der Wirkung des bisherigen Umweltzeichens zu einer Auswahl der Produkte und einer Definition des Anwendungs- und Geltungsbereiches zu gelangen. Aufbauend auf der Produktauswahl wurden die diesbezüglichen Umweltbelastungen ermittelt und der Bedarf für Produktoptimierungen und ökologische Anforderungen bestimmt.

Im zweiten Teil der Studie wurden die Produktanforderungen hinsichtlich der Vermeidung von Schadstoffen, dem Energieertrag sowie der recyclinggerechten Konstruktion spezifiziert und als begründete Kriterien für die Vergabe des Umweltzeichens gebrauchstauglich instrumentalisiert.

Die Studie endete mit einem Fachgespräch mit den interessierten Kreisen, das eine Präsentation der erarbeiteten Kriterien einschließt und eine Validierung bzw. Modifizierung der Ergebnisse ermöglichen soll. Die Endergebnisse der Studie wurden anschließend in einem Abschlußbericht zusammengefasst und durch Veröffentlichungen in branchenspezifischen Fachpublikationen verwertet.

Publikationen