Ökologischer Vergleich von Print- und Online-Medien

"Elektronische Medien sind nur manchmal ökologisch vorteilhaft." Unter diesem Titel veröffentlichte der Auftraggeber die IZT-Studie zum ökologischen Vergleich von Print- und Online-Medien. Vor der Publikation dieser Studien lagen konkrete Daten über die Umwelteffekte der digitalen Mediennutzung kaum vor. Vor diesem Hintergrund untersuchte das IZT verschiedene elektronische Medien und Druckmedien hinsichtlich ihrer Umweltbelastungen in der Herstellung, Distribution, Nutzung und Entsorgung. Vier Medienvergleiche fanden statt: 1. Buch versus E-Book, 2. Tageszeitung ("Die Süddeutsche") versus Online-Zeitung, 3. Printkatalog ("Otto") versus Online-Katalog, 4. Lehrbuch versus Online-Bibliothek.
Untersuchungsobjekt in der Kategorie Print: Ein Exemplar der Süddeutschen Zeitung. © Clemens Pfeiffer, 1190 Wien / Wikipedia CC BY-SA 3.0
Vergleich von Druckmedien und elektronischen Medien unter ökologischen Aspekten
2011 - 2012
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA

Beschreibung

Neue elektronische Medien wie etwa E-Books gelten als Ressourcen schonend und umweltfreundlich. Traditionelle Druckerzeugnisse wie Zeitungen, Bücher und Versandhauskataloge werden eher als umweltschädlich gesehen. Die bei ihnen anfallenden Papiermengen sind offensichtlich. Von den deutschen Verbrauchern, die bereits von E-Books gehört haben, halten beispielsweise 60 Prozent E-Books für umweltfreundlicher als gedruckte Bücher.

Doch wurden die Umweltauswirkungen elektronischer Medien bisher kaum wissenschaftlich untersucht, um hier sichere Aussagen zu machen. Der Aufwand für Herstellung, Betrieb und Entsorgung der elektronischen Geräte springt nicht sofort ins Auge. Noch weniger wird der Energieaufwand der Netzinfrastrukturen in Verbindung mit dem Nutzen elektronischer Medien gebracht.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA beauftragte das IZT daher, Ökobilanzen zu u.a. E-Books, Online-Zeitungen und Online-Katalogen (wie z.B.„Otto“) zu erstellen und anschließend diese elektronischen Medien mit den zugehörigen Druckerzeugnissen unter ökologischen Aspekten über den ganzen Lebensweg hinweg zu vergleichen.

 

 

Weitere Infos

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA gibt Medienvertretern auf Nachfrage die vom IZT erstellte Studie heraus.

PUBLIKATION 2012: Nur erhältlich über den Auftraggeber VDMA

Publikationen

  • 2012

  • Behrendt, Siegfried (2012): Elektronische Medien sind nur manchmal ökologisch vorteilhaft. Vergleich Druckmedien und elektronische Medien unter ökologischen Aspekten. Studien im Auftrag des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik. Frankfurt am Main.

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  • Behrendt, Siegfried (2012): Entlastend und belastend zugleich - Der ökologische Fußabdruck unserer digitalen Medienwelt. In: Gräßer, Lars; Friedrich Hagedorn (Hg.): Medien nachhaltig nutzen. Beiträge zur Medienökologie und Medienbildung. Marl: kopaed verlagsgmbh, S. 19-30.

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