"Internet der Dinge": Risiken für Gesundheit und Umwelt

Smart Home, Wearables, Digitales Büro, Smart Labels, intelligente Implantate, Smarter Supermarkt: Die Durchdringung des Alltags mit Dingen, die immer und überall eingeschaltet und weitgehend drahtlos vernetzt sind, wirft Fragen nach möglichen unerwünschten Nebenfolgen dieser Technologie auf. Der Begriff Pervasive Computing bezeichnet diese zukünftige Anwendungsform von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die durch Miniaturisierung und Einbettung von Mikroelektronik in andere Objekte sowie ihre Vernetzung und Allgegenwart im Alltag gekennzeichnet ist. Komponenten des Pervasive Computing werden mit Sensoren ausgestattet sein, über die sie ihre Umgebung erfassen, ohne dass der Benutzer dies aktiv veranlasst.. Die TA-SWISS beauftragte diese erste Studie zum Vorsorgeprinzip in der informationsgesellschaft.
Vorsorgeprinzip in der Informationsgesellschaft: Auswirkungen des "Pervasive Computing" auf die Gesundheit und die Umwelt
2002 - 2003
TA SWISS - Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung beim Schweizerischen Wissenschaftsrat
  • Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
  • Institut für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen
  • Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz sowie Communication in Science (CiS)

Beschreibung

Pervasive Computing ist eine zukünftige Anwendungsform von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die durch Miniaturisierung und Einbettung von Mikroelektronik in andere Objekte sowie ihre Vernetzung und Allgegenwart im Alltag gekennzeichnet ist. Anders als die meisten heutigen IKT-Produkte (z.B. Handys und Computer) werden Komponenten des Pervasive Computing mit Sensoren ausgestattet sein, über die sie ihre Umgebung erfassen, ohne dass der Benutzer dies aktiv veranlasst. Eine so weitgehende Vision der Durchdringung des Alltags mit mikroelektronischen Komponenten (smart home, wearables, digitales Büro, RFID und Transponder bzw. smart labels, e-paper, Multiagenten-Systeme, Implantate, Automotive und smarter Supermarkt), die immer und überall eingeschaltet und weitgehend drahtlos vernetzt sind, wirft Fragen nach möglichen unerwünschten Nebenfolgen dieser Technologie auf.

Hierzu haben das IZT und EMPA (Schweiz) im Auftrag der TA-SWISS eine Studie erstellt, die einen Beitrag zu diesem Diskurs leistet, indem sie mögliche Chancen und Risiken des Pervasive Computing aufzeigt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

Publikationen

  • 2005

  • Hilty, Lorenz M.; Siegfried Behrendt; Mathias Binswanger; Arend Bruinink; Lorenz Erdmann; Jürg Fröhlich; Andreas Köhler; Niels Kuster (2005): The precautionary principle in the information society. Effects of pervasive computing on health and environment. Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung. Bern: Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (Technology assessment, 46e).

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  • 2004

  • Behrendt, Siegfried (2004): Produktbegleitende Informationssysteme auf der Basis von Smart Labels. IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Berlin. (ArbeitsBericht, 7).

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  • Behrendt, Siegfried; Würtenberger, Felix (2004): Electromagnetic Field Exposure from Pervasive Computing. In: Human & Ecological Risk Assessment (HERA) (18)

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  • 2003

  • Behrendt, Siegfried; Hilty, Lorenz M.; Erdmann, Lorenz (2003): Nachhaltigkeit und Vorsorge - Anforderungen der Digitalisierung an das politische System. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ). Beilage zur Wochenzeitschrift "Das Parlament" (42), S. 13-20.

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