Waldvisionen 2100

Zur Konferenz "Zukünfte und Visionen Wald 2100" trafen sich im Oktober 2008 hundert Schüler/innen, Auszubildende und junge Studierende in Berlin. Die jungen Leute plädierten für ein ausgewogenes Miteinander von wirtschaftlichen Interessen sowie Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Auch regten sie an, das Unterrichtsfach Umweltbildung einzuführen, um das Verständnis für die Ressource Wald zu fördern. Wichtig ist Ihnen auch, dass die Wälder aktiv an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Die Ergebnisse der Jugendkonferenz wurden vom IZT dokumentiert und sind online verfügbar.
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Zukünfte und Visionen Wald 2100
2007 - 2008
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Institut für internationale Sozialforschung e.V. (INFIS), Berlin, Freiburg (Verbundkoordination )
  • Institut für Forst- und Umweltpolitik (IFP), Freiburg
  • Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
  • Karl Moser Consulting
  • Lehrstuhl für Umweltethik am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
  • Z_punkt The Foresight Company, Essen, Berlin, Karlsruhe

Beschreibung

Vor dem Hintergrund der BMBF-Förderaktivitäten „Forschung für eine nachhaltige Waldwirtschaft“ thematisiert das Projekt Zukunft der Wald- und Landnutzung im Jahr 2100 im Spannungsfeld zwischen Globalisierung, nationalem Handeln und Regionalisierung. Unter Bezug auf ausgewählte Problemfelder, die in ihrer Entwicklungsdynamik von zentraler Bedeutung für die Zukunft von Wald sind, werden policy-orientierte Szenarien und Handlungsoptionen erstellt und in einen öffentlichen Diskurs überführt.

Damit soll dem Defizit begegnet werden, dass in Deutschland eine Auseinandersetzung mit der Zukunft des Waldes und seiner Nutzung bisher nur partiell und nicht integrativ erfolgte. Das Projekt untersucht Veränderungsprozesse der Wald- und Landnutzung aus gesellschaftlicher Perspektive mit einem Zeithorizont bis 2100. Es verknüpft die Entwicklungsdynamiken mit gesellschaftlichen und normativen Grundhaltungen und Governancefragen. Dabei zielt es auf die Frage, welche neuen sozialen und politischen Handlungsräume und Entwicklungschancen sich langfristig eröffnen, und wie diese durch Weichenstellungen heute erfolgreich gestaltet werden können.

Auf der analytischen Ebene rückt das Projekt derzeit erkennbare zentrale, zukunftsrelevante Problemfelder und Veränderungspotentiale in den Mittelpunkt:

  • Zukunftsfaktor: Globalisierung - Weltmärkte im Umbruch, Markt und Governance
  • Zukunftsfaktor: Klimawandel - Entwicklung von Wäldern und Landschaften angesichts von Risiken und Unsicherheiten
  • Zukunftsfaktor: Demographischer Wandel - schrumpfende/wachsende Regionen, Besitzverhältnisse und Landnutzungsstrukturen
  • Zukunftsfaktor Holznutzung: Energetische sowie stoffliche Nutzung von Holz, Versorgungssicherheit und Neue Technologien, Flächennutzung und Landnutzungskonkurrenz
  • Zukunftsfaktor: Nachhaltige Arbeitskultur, regionale Ökonomie, regionale Innovationsfähigkeit
  • Zukunftsfaktor: Gesellschaftlicher und kultureller Wertewandel, gesellschaftliche Anforderungen an Waldfunktionen

Um Dynamiken, Interdependenzen und Trends in ihrer Zusammenschau transparent und diskussionsfähig zu machen, nutzt das Projekt die Szenario-Technik als Integrationsinstrument. Das Projekt liefert keine Prognosen im traditionellen Sinne. Mit Hilfe von Szenarien unterschiedlicher Reichweite (2020, 2050, 2100) und unterschiedlicher Randbedingungen liefert es Grundlagen zur Entwicklung gesellschaftlicher Visionen und Strategieperspektiven, Hinweise auf Wege, Handlungskorridore und Handlungsoptionen für heutige Akteure zur sozialen und ökologischen Transformation einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Wald- und Landnutzung.

Die Ergebnisse des Projektes werden partizipativ erarbeitet und über Veranstaltungen und Publikationen der relevanten Fachöffentlichkeit sowie der interessierten allgemeinen Öffentlichkeit bekannt gemacht. Dafür nutzt das Projekt auch innovative Methoden wie scenario writing, die Einbeziehung der jungen Generation im Rahmen einer Jugendkonferenz, durch Organisation von Regionalkonferenzen.

Publikationen