Pflanzenbau digital-umweltfreundlich transformieren ("Experimentierfeld Agro-Nordwest")

Die Landwirtschaft wird sich durch die voranschreitende Digitalisierung in den nächsten Jahren rasant wandeln. Ziel des Experimentierfelds Agro-Nordwest ist die Verbesserung der landwirtschaftlichen Praxis im Bereich Pflanzenbau zur Bewältigung technischer, ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Durch den Einsatz neuer Technologien zur Prozessautomatisierung und -optimierung sollen die Potenziale der Digitalisierung für die Landwirtschaft getestet und ausgewertet werden. Das Vorhaben stellt dabei den Landwirt sowie dessen Betriebsumfeld in den Mittelpunkt und entwickelt bedarfsorientierte Lösungsansätze. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt insgesamt 6,1 Millionen Euro für dieses Experimentierfeld bereit.
Autonomer Feldroboter BoniRob © Hochschule Osnabrück
Experimentierfeld "Agro-Nordwest" zur digitalen Transformation im landwirtschaftlichen Pflanzenbau
2019 - 2022
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Agrotech Valley Forum e. V.
Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI)
Hochschule Osnabrück
Ruhr-Universität Bochum
Universität Osnabrück

Beschreibung

In einem Konsortium mit der Hochschule und der Universität Osnabrück, dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI), der Ruhr-Universität Bochum (Institut für Arbeitswissenschaft) und dem IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung ist es dem Agrotech Valley Forum e. V. gelungen, einen erfolgreichen Projektantrag im Rahmen des Förderprogramms "Experimentierfelder in der Landwirtschaft" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf den Weg zu bringen.

Ziel des Projekts Agro-Nordwest ist es, Potenziale der Digitalisierung für die Landwirtschaft - insbesondere zur Prozessautomation und Optimierung - zu testen und zu bewerten. Hierzu werden verschiedene Anwendungsfälle in insgesamt sechs Bereichen näher untersucht:

- Technologie
- Mensch und Betrieb
- Vernetzte Prozesse
- Digitale Entscheidungsunterstützung
- Agrarsysteme der Zukunft
- Digitale Qualifikation

Das IZT wird im Gesamtvorhaben die Arbeitspakete "Anwenderintegration für bedarfsgerechte Innovationsansätze", "Risiko- und Folgenabschätzung" und "Evaluierung" übernehmen. Dazu führt das IZT Interviews sowie Fokusgruppen mit AnwenderInnen durch, um in dieser frühen Innovationsphase vertiefende Informationen zu Einstellungen, Erfahrungen, Bedarfen und Hemmnissen auf Seiten der Nutzenden zu erhalten und eine bedarfsorientierte Entwicklung der Anwendungen sicher zu stellen. Weiterhin implementiert das IZT im Experimentierfeld Agro-Nordwest eine kontinuierliche Risiko- und Folgenabschätzung. Sie dient dazu, die Auswirkungen neuer digitaler Technologien in der Landwirtschaft und daraus resultierende Folgen und Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Arbeitswelt zu erfassen und darzulegen. Die Selbstevaluation des Experimentierfelds beinhaltet die Kontrolle der Zielerreichung, der Wirkungen und der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.

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