Berlins Daten für eine nachhaltige Digitalisierung nutzen

Digitale Anwendungen können Berlin helfen, eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsplanung, effizientere Infrastrukturen oder eine bessere Information und Beteiligung von BürgerInnen zu schaffen. Andererseits birgt die Digitalisierung auch für Kommunen vielfältige Risiken und könnte als "Brandbeschleuniger" für umweltschädliche Wachstumsdynamiken wirken und gesellschaftliche Ungleichheiten vertiefen. Die kommunale Regulierung von Daten spielt daher für eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung eine zentrale Rolle. Das Projektteam will dem Berliner Senat Weichenstellungen vorschlagen, dank derer die in der Stadt anfallenden digitalen Daten einen Mehrwert für Umwelt und Bevölkerung leisten.
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Datengovernance und -regulierung für ein nachhaltiges Berlin
2020
Der Regierende Bürgermeister, Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung Berlin

Öko-Institut
Ecologic Institut
Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU)

Beschreibung

Berlin setzt große Hoffnungen auf digitale Lösungen um effizienter, grüner und partizipativer zu werden. Gleichzeitig werden digitale Technologien aber auch zunehmend mit Risiken eines erhöhten Umweltverbrauchs sowie mit umwelt- und sozialpolitischen Problemen in Verbindung gebracht. Umso wichtiger ist es, die notwendigen Weichenstellungen zu identifizieren, um die digitale Transformation in Berlin nach Maßgaben von Ökologie, Teilhabe und wirtschaftlicher Entwicklung zu gestalten. Diese Weichenstellungen liegen insbesondere in der Regulierung von Daten, der maßgeblichen ökonomischen und technologischen Basis der Digitalisierung. Daher lautet die Fragestellung dieses Projekts: Welche Formen der Datenregulierung sind auf Ebene der Stadt Berlin möglich und erforderlich, damit datengetriebene Services, Produkte und Plattformen im Sinne sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsziele entwickelt und genutzt werden?

Um diese Forschungsfrage zu beantworten, unternimmt das Projektteam zunächst einen fundierten Einblick in die Berliner Digitalisierungslandschaft, um gemeinsam mit relevanten Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Potenziale und Herausforderungen zu identifizieren. Es klärt, unter welchen Bedingungen sich lokale und nachhaltige datengetriebene Geschäftsmodelle gegenüber wenig ökologischen Angeboten und Technologien durchsetzen können, um die nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung Berlins voranzubringen. Zudem werden mit den beteiligten Akteuren "Prinzipien nachhaltiger Datengovernance für ein sozial-ökologisches Berlin" entwickelt. Schließlich werden konkrete Handlungsoptionen einer nachhaltigen Datengovernance oder -regulierung formuliert.

Forschungspartner des IZT sind in diesem Vorhaben: Öko-Institut (Projektleitung), Ecologic Institut sowie Unabhängiges Institut für Umweltfragen.

Das Vorhaben findet im Rahmen des Verbundprojekts "Wissen.Wandel.Berlin: Transdisziplinäre Forschung für eine soziale und ökologische Metropole" des Forschungsverbunds Ecornet Berlin statt und wird mit finanzieller Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters, Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung Berlin, durchgeführt. Weitere Informationen zum Forschungsverbund sind hier zu finden.

 

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