Güterverkehrssubzentrum Moabit

Wie lässt sich ein innerstädtisches LKW-Verladezentrum mit all seiner Abgas- und Lärmbelästigung in ein "Schaufenster für technische, ökologische und soziale Innovationen" verwandeln? Dieser Fragestellung hat sich das Berliner IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung angenommen und gemeinsam mit dem Bezirksamt Mitte von Berlin ein Konzept für ein "Güterverkehrssubzentrum und Erlebnispark Moabit" entwickelt. Die Vision: Spaziergänger und Familien mit Kindern können sich im grünen Erlebnispark Moabit erholen und gleichzeitig beobachten, wie mit modernster Technologie Container lärmarm und umweltverträglich vom LKW auf die Bahn und das Binnenschiff verladen werden.
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Güterverkehrssubzentrum Moabit
2000 - 2002
Stadtplanungsamt Tiergarten

S.T.E.R.N. GmbH

Beschreibung

Die Zukunftsstudie "Güterverkehrssubzentrum Moabit" will neue Perspektiven für einen umwelt- und sozialverträglichen Güterverkehr in der Stadt eröffnen. Kernstück des Projektes war die Entwicklung und Umsetzung einer Konzeption für ein citynahes Güterverkehrssubzentrum, welches eine Schnittstelle zwischen dem Schienenfernverkehr und dem Nahverkehr zur Feinverteilung auf der Straße darstellt. Der Umschlag der Waren erfolgt unter Einsatz innovativer Technologien von der Bahn auf lärm- und emissionsarme City-Lkw. Gleichzeitig wird eine breite Palette hochwertiger Logistikdienstleistungen, wie z.B. Warenverfolgung, Disposition, Routenplanung und -optimierung, angeboten. Integraler Bestandteil des Konzepts ist ein seit langem vom Bezirk Tiergarten geforderter Stadtteilpark in unmittelbarer Nähe des Güterverkehrssubzentrums, von dem aus u.a. alle Verkehrsabläufe direkt beobachtet werden können. Dadurch werden moderne Technologien erlebbar und Güterverkehr wird von einem Störfaktor zu einem akzeptierten Bestandteil der städtischen Umwelt.

In der zweiten Phase wurde die Projektkonzeption weiterentwickelt und durch die Einbeziehung von Praxisanforderungen konkretisiert sowie mittels geeigneter Pläne und Skizzen visualisiert. Darüber hinaus wurden in zahlreichen Gesprächen auf stadtplanerischer und politischer Ebene die Umsetzungschancen des Vorhabens diskutiert und geeignete Umsetzungsstrategien entwickelt. In der dritten Phase der Studie werden die bisherigen Ergebnisse in einer Präsentationsmappe zusammengefasst.

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