Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität: Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die Digitalisierung?

Die Studie untersucht die Wechselwirkungen zwischen digitalem Wandel und dem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg hin zur Klimaneutralität. Auch benennt sie Optionen, wie gezielte Investitionen und Förderansätze den Einsatz von digitalen Technologien für den Klimaschutz mobilisieren und so unterstützen können.
© Franki Chamaki / Unsplash
Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität: Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die Digitalisierung?
2020
Kreditanstalt für Wiederaufbau - KfW

Öko-Institut e.V.

Beschreibung

Das Öko-Institut e.V. und das IZT untersuchen die möglichen Auswirkungen der Digitalisierung auf den Klimawandel. Zum einen bietet die Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten, um Konsum- und Produktionsmuster sowie Verkehrs- und Stoffströme effizienter und somit auch klimafreundlicher zu gestalten. Zum anderen ist Herstellung und Betrieb von Hard- und Software selbst ressourcenintensiv. Beispielhaft seien hier nur der zunehmende Stromverbrauch einer wachsenden Anzahl an Datenzentren oder das energieintensive Training Künstlicher Intelligenz genannt. Zwar wurden in den letzten Jahren viele der digitalen Technologien selbst immer energieeffizienter. Doch die zunehmende Nutzung, auch auf Grund fallender Kosten für Datenübertragung, führt zu einem weiterhin steigenden Energieverbrauch.

Ob der Einsatz digitaler Technologien daher helfen kann, Energie und Ressourcen absolut einzusparen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, hängt von vielen Variablen ab. Deshalb adressiert die Studie die folgenden Themen:

  • Status quo und Trends der Digitalisierung in Deutschland allgemein sowie spezifisch in den Bereichen Verkehr, Energiewirtschaft, Industrie und Gebäude
  • Energie- und Ressourcenverbrauch der Digitalisierung in Deutschland und deren wesentliche Treiber
  • Potentiale digitaler Technologien für den Klimaschutz in den genannten vier Bereichen
  • Politische Instrumente für die klimaneutrale Gestaltung der Digitalisierung
  • Förderansätze zur Mobilisierung der Potentiale digitaler Technologien für den Klimaschutz

 

Im Vorhaben werden vorhandene Studien und Veröffentlichungen systematisch ausgewertet und eigene Berechnungen angestellt. Ziel: Untersuchung und Abbildung der Wechselwirkungen zwischen digitalem Wandel und dem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zur Erreichung der Klimaneutralität. Aus der Analyse sollen zudem Optionen abgeleitet werden, die mit gezielten Investitionen und Förderansätzen den Einsatz von digitalen Technologien für den Klimaschutz mobilisieren und unterstützten.

Das IZT übernimmt die Arbeitspakete zur Begriffsbestimmung der Digitalisierung und zur Einordnung in die wirtschafts- und klimapolitisch relevanten Diskurse. Es analysiert auch den Status quo der Digitalisierung in Deutschland, wobei die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie mit untersucht werden. Die zentralen Dynamiken bis zum Jahr 2030 sowie Unsicherheitsfaktoren werden mittels einer wissenschaftlichen Trendanalyse beschrieben. Das IZT-Team ist zudem zuständig für die Themenfelder Energiewirtschaft und Verkehr. Abschließend unterstützt das IZT das Öko-Institut bei der Berechnung des Energie- und Ressourcenverbrauches durch die Digitalisierung in Deutschland sowie der Analyse möglicher politischer Instrumente zur klimaneutralen Ausrichtung derselbigen.

Weitere Infos

Publikationen