Digitale Transformation im Globalen Süden: Transatlantische Richtlinien für eine wertebasierte Zusammenarbeit

In puncto digitaler Entwicklungszusammenarbeit verfolgen die USA und die EU eigentlich unterschiedliche Ansätze – doch gibt es auch Übereinstimmungen. In einer Kurzstudie haben ein Expert*innenteam aus den USA und das IZT in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) die gemeinsamen Prinzipien analysiert sowie die Bedarfe der Partnerländer im Globalen Süden skizziert. In einem zweiten Schritt wurden Handlungsoptionen und Grundsätze für eine wertebasierte transatlantische und globale Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Infrastruktur und Konnektivität vorgeschlagen.
© Govind Sharma on Scopio
Digital Transformation in the Global South: Transatlantic principles for value-based cooperation
2021
Heinrich Böll Stiftung – Washington, DC Office

Benedikt Erforth, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Beschreibung

Die USA und die Europäische Union (EU) zeichnen sich durch unterschiedliche Ansätze der digitalen Entwicklungszusammenarbeit aus – doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten. Gerade mit Blick auf den zunehmenden Einfluss Chinas als Akteur auf digitale Infrastrukturen und Regulierungsmodelle im Globalen Süden, gilt es diese Gemeinsamkeiten zwischen der USA und der EU stärker herauszuarbeiten. Zudem müssen grundlegende Prinzipien wie auch Prioritäten für die transatlantische Zusammenarbeit im Bereich des digitalen Wandels identifiziert werden.

Zwei Teams von Expert*innen für digitale Entwicklungspolitik aus Deutschland und den USA werden vor diesem Hintergrund jeweils eine Kurzstudie verfassen. Das IZT erstellt mit seinem Kooperationspartner, dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), eines der beiden Papiere, das die Perspektive der europäischen Seite beleuchtet. Das Papier analysiert die aktuellen Ansätze und Aktivitäten der EU im Bereich der digitalen Entwicklungszusammenarbeit und skizziert die Bedarfe der Partnerländer im Globalen Süden, vor allem in Afrika. Abschließend schlägt es Handlungsoptionen und Grundsätze für eine wertebasierte transatlantische und globale Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Infrastruktur und Konnektivität im Globalen Süden vor. Die Ergebnisse der Kurzstudie werden im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt und mit den teilnehmenden Expert*innen aus Entwicklungszusammenarbeit, Politik und Zivilgesellschaft diskutiert.

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