Suffizienzpolitische Maßnahmen zur Emissionsminderung

Jahr für Jahr überschreiten wir Menschen die planetaren Grenzen der Erde. Dabei überlastet nicht nur unser Verbrauch an Naturressourcen, sondern auch die menschgemachte Schädigung der Umwelt die Regerationsfähigkeit natürlicher Systeme. Um dem entgegenzusteuern ist es zentral, möglichst geringe Mengen an Rohstoffen und Energie zu verbrauchen sowie die Zerstörung natürlicher Systeme zu reduzieren. Suffizienz ist ein strategischer Ansatz, der sich dieser Aufgabe stellt. Denn anders als Effizienz- und Konsistenzstrategie setzt sie unmittelbar an der tatsächlichen Reduktion des Umweltverbrauchs an. Dazu stellt sie in Frage, wie und in welchem Umfang wir unsere Bedürfnisse befriedigen. Sie entwickelt Vorschläge, wie sich der Rohstoffverbrauch und die Umweltverschmutzung durch Änderung unseres bisherigen Konsumverhaltens reduzieren lassen. Das Vorhaben "Mehr Lebensqualität, weniger Umweltverbrauch – Nutzerorientierte Entwicklung von suffizienzpolitischen Projektskizzen im Umweltressort" entwickelt entsprechende suffizienzpolitische Instrumente in der Wärmeversorgung, der Regionalentwicklung und der Luftreinhaltung.
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Mehr Lebensqualität, weniger Umweltverbrauch - Nutzerorientierte Entwicklung von suffizienzpolitischen Projektskizzen im Umweltressort
2020 - 2022
Umweltbundesamt

ZOE Institut für zukunftsfähige Ökonomien
Ecologic Institut gemeinnützige GmbH
IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung

Beschreibung

Die Forschungspartner Ecologic Institut, Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) und IZT arbeiten gemeinsam unter Leitung des Instituts für zukunftsfähige Ökonomien (ZOE) im Auftrag des Umweltbundesamts. Das Vorhaben schließt an ein Vorgängerprojekt an und zeichnet sich durch ein agiles, nutzerorientiertes Projektmanagement aus. Ziel der Fortsetzung ist es, diese drei im ersten Teilvorhaben entwickelten suffizienzpolitischen Projektskizzen umzusetzen:

  • Verständliche Heizkosteninformation als Schlüssel für Verbrauchsreduktion
  • Indikatoren regionaler Nachhaltigkeit aufbauend auf den Suffizienzansatz
  • Minderung der Emissionen von Luftschadstoffen durch suffizienzpolitische Instrumente


Das IZT fokussiert sich dabei vor allem auf das dritte Teilprojekt der Luftreinhaltung. Zunächst werden Maßnahmen zur Reduktion von Luftschadstoffen entwickelt, von Expert*innen bewertet und validiert. Auf der Basis eines Kriterienkatalogs werden besonders erfolgsversprechende Minderungsmaßnahmen ausgewählt und ihre Minderungswirkung, die adressierten Emittenten, ihre Umsetzung und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung detailliert dargestellt. Auch werden die herausgearbeiteten Handlungskonzepte an die Weiterentwicklung des nationalen Luftreinhalteprogramms (NLRP) adaptiert.

Anlässlich des 50. Jahrestags der Studie „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome (1972) werden die Ergebnisse auf einer Konferenz im Herbst 2022 als Projektabschluss präsentiert.

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