Expertenmeinungen zur Bioenergie

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Christian Richter, Schmack Biogas GmbH (Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche)

„Ich denke, dass der Anteil des Biogases an der Energieerzeugung wachsen wird, schon weil es als einzige regenerative Energie speicherbar ist.“ In: Röbke, Thomas (2011): Unter Strom. Drei Nachwuchsingenieure erzählen, was sie an der Arbeit mit erneuerbaren Energien fasziniert. In: Die Zeit, 31.03.2011.
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Olaf Gersemann, Die Welt am Sonntag

„Hohe Preise für fossile Energieträger sind der beste und effizienteste Weg, das Ausmaß des Klimawandels zu begrenzen.“ In: Spiegel Online (2007): Ökobranche jubelt über hohen Ölpreis. Erneuerbare Energien. In: Spiegel Online, 06.11.2007.
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Hubert Weiger, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

„Wer E10 tankt, hilft nicht der Umwelt und nicht dem Klima.“ In: Hawranek, Dietmar; Neubacher, Alexander (2011b): Tollhaus Tankstelle. Das E10-Experiment ist gescheitert. In: Der Spiegel, 18.04.2011.
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Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, ifo Institut für Wirtschaftsforschung

„Der Ersatz des Waldes durch Mais, Raps und andere Ölsaaten verringert den Bestand an Biomasse auf der Fläche und führt deshalb ebenfalls zu einer Vermehrung der Konzentration von Kohlendioxid in der Luft.“ In: Sinn, Hans-Werner (2007): Tanken statt essen? Hans-Werner Sinn über die Verteuerung von Nahrungsmitteln und Biosprit. In: WirtschaftsWoche, 03.09.2007.
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Paulo Adario, Greenpeace Brasilien

„Wenn die Preise für Soja und Ethanol steigen, brennt der Urwald.“ In: Glüsing, Alexander; Jung, Jens; Hornig, Frank; Wagner, Wieland (2008): Der hungrige Planet. In: Der Spiegel, 21.01.2008
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Greenpeace e.V.

„Biosprit ist eine Mogelpackung auf Kosten der Umwelt. Der Einsatz von sogenanntem Bio- anstelle von normalem Mineralöl-Diesel löst keines der im Zusammenhang mit dem Verbrauch von fossilen Treibstoffen diskutierten Probleme.“ In: https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/biodiesel-mogelpackung-auf-kosten-der-umwelt
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Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie

„Aufgrund der energieintensiven Umwandlung von Erdgas zu Sprit ist der synthetische Diesel mit etwa doppelt so hohen Treibhaus-Gas-Emissionen belastet wie Diesel aus Erdgas“ In: Rother, Franz; Ginsburg, Hans Jakob; Kempkens, Wolfgang (2007): Eine Nummer kleiner. Im Kampf gegen den Klimawandel sind auch die Autofahrer gefordert. Was dem Klima wirklich hilft - und sich für Verbraucher rechnet. In: WirtschaftsWoche, 26.11.2007.
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Londoner Institut für Europäische Umweltpolitik

Biosprit sei „schädlicher für das Klima als die fossilen Energien, die er ersetzen soll.“ In: Hawranek, Dietmar; Neubacher, Alexander (2011a): Tollhaus Tankstelle. In: Der Spiegel, 18.04.2011
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Dr. Andreas Ostermeier, Umweltbundesamt

„Biokraftstoffe sind zu teuer und ineffizient." In: Reimer, Hauke; Ramthun, Christian; Delhaes, Daniel (2006): Grüne Alchemie. Biosprit, versprechen seine Befürworter, werde Deutschland von der Abhängigkeit vom fossilen Öl befreien und den Landwirten und der Umwelt nutzen. Ökonomen und Ökologen bezweifeln das. In: WirtschaftsWoche, 02.10.2006.
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Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé

„Die allgemeine Begeisterung für Maiskraftstoffe ist ökologischer Wahnsinn.“ In: Jungbluth, Rüdiger; Rohwetter, Marcus (2007): Raubbau am kostbarsten Gut. In: Die Zeit, 04.04.2007.
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Dr. Alfons Baier, Universität Erlangen

„Für viele [Landwirte] war der Umstieg zum Energiewirt die Rettung vor dem finanziellen Ruin.“ In: Charisius, Hanno (2012): Schleichende Vergiftung. Düngemittel und Gülle verseuchen langsam unser Trinkwasser. Der Boom der Biogasanlagen verschlimmert das Problem. In: Die Zeit, 10.05.2012.
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Prof. Dr. Joachim von Braun, Universität Bonn

„Die Biomasse gehört in ein gutes Energiekonzept, weil sie es ermöglicht, Energie zu speichern und die Mengen zu regulieren - anders als bei Wind und Sonne." In: Grefe, Christiane (2012): „Schluss machen wäre Kurzschluss“. Die Folgen von Dürre, Börsenspekulation und Biospritboom - ein Gespräch mit dem Agrarökonomen Joachim von Braun. In: Die Zeit, 23.08.2012.
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Petra Sprick, Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (DVB)

„Es gibt genug Biomasse für Teller und Tank.“ In: Dürand, Dieter; Kempkens, Wolfgang (2008): Holz für den Motor. Die Nutzung von Biosprit aus Raps und Getreide wird heftig kritisiert: Sie schade dem Klima und verteuere Nahrungsmittel. Kann die neue Generation an Biotreibstoffen diese Makel beheben? In: WirtschaftsWoche, 10.03.2008.
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Dr. Lutz Guderjahn, CropEnergies AG

„Europa produziert Agrarüberschüsse und benötigt viel Energie. Da ist es ethisch vertretbar, bestimmte Mengen zur Energieproduktion zu nutzen.“ In: Doll, Frank (2007): Tempo. Crop-Energies-Vorstand Lutz Guderjahn über Ethik, Klimabilanz und Wirtschaftlichkeit von Biokraftstoffen. In: WirtschaftsWoche, 12.03.2007.
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Carl-Johan Francke, Investmentgesellschaft SAM

„Ackerland ist schon heute der limitierende Faktor [...] hier laufen wir auf einen ernsten Konflikt zwischen Nahrungsmittel- und Energieproduktion zu.“ In: Gerth, Martin; Hajek, Stefan (2007): Neuer Schub. Die Klimaschutzdebatte heizt auch grüne Kapitalanlagen an. Doch häufig ist nur das Etikett umweltfreundlich. Was wirklich ökologisch ist - und für Anleger profitabel. In: WirtschaftsWoche, 10.09.2007.
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Dr. Thomas Breuer, Universität Bonn

„Aus heimischer Produktion können wir kaum noch zulegen. [...] Da maximal ein Viertel der Ackerfläche mit Raps angebaut werden kann, ist der Anbau schon fast am Anschlag. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Bauern bereits die Fruchtfolgegrenze erreicht.“ In: Reimer, Hauke; Ramthun, Christian; Delhaes, Daniel (2006): Grüne Alchemie. Biosprit, versprechen seine Befürworter, werde Deutschland von der Abhängigkeit vom fossilen Öl befreien und den Landwirten und der Umwelt nutzen. Ökonomen und Ökologen bezweifeln das. In: WirtschaftsWoche, 02.10.2006.
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Prof. Dr. Ferdi Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

„Derzeit ist der Hunger noch kein Erzeugungs-, sondern ein Verteilungsproblem. Aber wir können in Zukunft nicht gleich dreifach auf die begrenzten Ackerflächen zugreifen, nämlich zur Nahrungs-, Rohstoff- und Treibstoffproduktion.“ In: Schuh, Hans (2011): Bis die Chemie stimmt. Junge Forscher wollen die Welt verbessern, sie soll grüner werden. Ein Gespräch mit Ferdi Schüth. In: Die Zeit, 10.02.2011.
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Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften

„Die Produktion von Bioethanol aus Zuckern und Stärke sowie von Biodiesel aus Pflanzenölen konkurriert lokal und global mit der Produktion von Nahrungsmitteln.“ [Deshalb seien] „diese Verfahren in dicht besiedelten Gegenden wie Mitteleuropa oder China ethisch schwer zu rechtfertigen.“ In: Schuh, Hans (2012b): Die Hungertreiber. Ist Biosprit aus essbaren Pflanzen das ökologische Patentrezept? Die Lobby behauptet es - um sich Milliardensubventionen zu sichern. In: Die Zeit, 23.08.2012.
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Prof. Dr. Stefan Tangermann, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

„Indem wir landwirtschaftliche Rohstoffe indirekt in die Tanks unserer Autos füllen, haben es die Menschen, die ohnehin arm dran sind, schwerer, ihre Nahrungsmittel zu kaufen.“ In: Vorholz, Fritz (2007): »Mehr Mais im Tank bedeutet mehr Hungernde«. Kraftstoff vom Acker ist teuer, schadet den Armen und hilft dem Klima kaum - ein ZEIT-Gespräch mit dem OECD-Direktor Stefan Tangermann. In: Die Zeit, 08.02.2007.
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Dr. Michael Fuchs, CDU

„Es kann nicht sein, dass Menschen in vielen Teilen der Welt Hunger leiden, und wir verfeuern gleichzeitig Biomasse, um damit wenig effiziente Energie herzustellen.“ In: Höges, Clemens; Jung, Alexander; Laub, Malte; Schiessl, Michaela; Traufetter, Gerald (2012): Hunger hoch vier. Jahrhundertdürre, Biosprit-Boom, Rohstoffspekulation: Die Preise für Mais, Weizen und Soja erreichen Rekordhöhen, die Auswirkungen sind weltweit spürbar. Ein Verteilungskampf um die wertvollen Ressourcen ist entbrannt. In: Der Spiegel, 20.08.2012
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Prof. Dr. Dr. Hartmut Michel, Max-Planck-Institut für Biophysik

„Wegen „der Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung sollten wir auf den Anbau von Pflanzen für die Herstellung von Biokraftstoffen verzichten.“ In: Schuh, Hans (2012a): Stoppt den Bio-Wahnsinn. Anders als erhofft können Kraftstoffe vom Acker den Klimawandel nicht aufhalten. Stattdessen verschärfen sie das Problem des Hungers auf der Welt. Wissenschaftler fordern, die Nutzung von Bioenergie zu überdenken. In: Die Zeit, 26.07.2012.
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Prof. Dr. Jean Ziegler, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen

„Fruchtbares Ackerland der Kraftstoffproduktion zu widmen ist ein Verbrechen.“ In: Rother, Franz; Augter, Steffi; Seiwert, Martin; Busch, Alexander; Kamp, Matthias; Wettach, Silke; Kutter, Susanne (2008): Bio-Energie. Grüner Wahnsinn. Die Begeisterung für die erneuerbaren Energien hat sich abgekühlt: Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft; Wind- und Sonnenkraftwerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom. Notwendig ist eine Generalrevision der Umweltpolitik - die Techniken und Konzepte für die neue Biovernunft stehen bereit. In: WirtschaftsWoche, 14.04.2008
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Prof. Dr. Thomas Nussbaumer, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

„Erneuerbare Energie kann stationär wesentlich effektiver eingesetzt werden als im Verkehr.“ […] Erst wenn keine einzige Heizungsanlage und kein einziges Kraftwerk mehr Erdöl oder Erdgas verbrennen, hätte es Sinn, auch über eine mobile Nutzung von Maismasse nachzudenken." In: Asendorpf, Dirk (2006): Viel Mist gemacht. Maismasse soll fossile Energieträger wie Öl und Gas ersetzen und so die drohende Klimakatastrophe abwenden. Die Politik fördert diese Strategie - leider auf unsinnige Weise. In: Die Zeit, 23.11.2006.
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Thomas Dosch, Bioland

„[...] ohne Förderung kommen auch Maisbauern nicht über die Runden.“ In: Sentker, Andreas; Grefe, Christiane (2007): Runzlig war gestern. Alle wollen Mais. Aber es gibt zu wenig Ökobauern. Der Maisland-PräsidentThomas Dosch will mehr Förderung und bessere Qualitätskontrolle, damit das Angebot die Nachfrage decken kann. In: Die Zeit, 18.01.2007
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Prof. Dr. Stefan Tangermann, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

[Auf die Frage, warum Maissprit gefördert wird]: „Erstens der Glaube, Maissprit sei gut für die Umwelt. Zweitens die Hoffnung, der Kraftstoff vom Acker könne die Abhängigkeit von Ölimporten aus unsicheren Ländern mindern. Und drittens natürlich die Möglichkeit, den Landwirten etwas Gutes zu tun.“ In: Vorholz, Fritz (2007): »Mehr Mais im Tank bedeutet mehr Hungernde«. Kraftstoff vom Acker ist teuer, schadet den Armen und hilft dem Klima kaum - ein ZEIT-Gespräch mit dem OECD-Direktor Stefan Tangermann. In: Die Zeit, 08.02.2007.
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Stephan Kohler, Deutsche Energie-Agentur (Dena)

„Solange die Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe noch nicht stabil sind, müssen steuerliche Anreize erhalten bleiben.“ In: Kempkens, Wolfgang; Rother, Franz (2006): Vorfahrt mit Stroh. An der Tankstelle kommt es in den nächsten Jahren zur Revolution: Mit neuem Kraftstoff aus Biomasse wollen die Industrieländer unabhängiger vom immer teureren Erdöl werden. In: WirtschaftsWoche, 27.03.2006
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Prof. Dr. Martin Kaltschmitt, TU Hamburg

„Solange Erdgas so billig ist, wird sich der Markt [für Biogas] nur sehr langsam entwickeln.“ In: Willmroth, Jan (2012): Guter Müll. Der Unternehmer Bernd Hugenroth möchte mit Biogas aus Lebensmittelabfällen das Erdgas überflüssig machen. In: Die Zeit, 26.04.2012
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Prof. Dr. Joachim von Braun, Universität Bonn

„Die Getreidepreise wären schätzungsweise um 30 Prozent niedriger, wenn die Biospritquoten und die entsprechenden Subventionen in Europa und den USA abgeschafft würden." In: Grefe, Christiane (2012): „Schluss machen wäre Kurzschluss“. Die Folgen von Dürre, Börsenspekulation und Biospritboom - ein Gespräch mit dem Agrarökonomen Joachim von Braun. In: Die Zeit, 23.08.2012.
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Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé

„[Es ist] unverantwortlich und moralisch inakzeptabel, dass man enorme Subventionen zahlt, um aus Lebensmitteln Biotreibstoff zu machen. Wenn man 20 Prozent des steigenden Erdölbedarfs mit Biotreibstoffen decken will, dann gibt es bald nichts mehr zu essen.“ In: Rother, Franz; Augter, Steffi; Seiwert, Martin; Busch, Alexander; Kamp, Matthias; Wettach, Silke; Kutter, Susanne (2008): Bio-Energie. Grüner Wahnsinn. Die Begeisterung für die erneuerbaren Energien hat sich abgekühlt: Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft; Wind- und Sonnenkraftwerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom. Notwendig ist eine Generalrevision der Umweltpolitik - die Techniken und Konzepte für die neue Biovernunft stehen bereit. In: WirtschaftsWoche, 14.04.2008.
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Prof. Dr. Jürgen Schmid, Universität Kassel

„Bioenergie hat zwar ein signifikantes Potential. Mit falscher Förderung bewirkt man für das Klima und den Umweltschutz aber genau das Gegenteil. Die Politik muss schnell damit aufhören, dies [die Beimischung von Biosprit ins Benzin] zu fördern.“ In: Spiegel (2008): Raubbau fürs Klima. In: Der Spiegel, 01.12.2008
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Weltagrarrat (IAASTD)

„Die Erkenntnis, dass Maistechnologie allein Hunger und Armut nicht verringern kann, hat sich unter Agrarwissenschaftlern und Entscheidungsträgern längst durchgesetzt.“ In: Grefe, Christiane (2012): „Schluss machen wäre Kurzschluss“. Die Folgen von Dürre, Börsenspekulation und Biospritboom - ein Gespräch mit dem Agrarökonomen Joachim von Braun. Die Zeit, 23.08.2012.
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Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)

„Wir fordern die stufenweise Zurücknahme der Biokraftstoffquote bis zu ihrer völligen Abschaffung.“ In: Hawranek, Dietmar; Neubacher, Alexander (2011a): Tollhaus Tankstelle. In: Der Spiegel, 18.04.2011
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Investmentgesellschaft Lupus Alpha

„Die Politik habe mit der Subventionierung von Ethanol ein Nachfrage-Monster geschaffen.“ In: Höges, Clemens; Jung, Alexander; Laub, Malte; Schiessl, Michaela; Traufetter, Gerald (2012): Hunger hoch vier. Jahrhundertdürre, Biosprit-Boom, Rohstoffspekulation: Die Preise für Mais, Weizen und Soja erreichen Rekordhöhen, die Auswirkungen sind weltweit spürbar. Ein Verteilungskampf um die wertvollen Ressourcen ist entbrannt. Der Spiegel, 20.08.2012
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Umweltinstitut München e.V.

„Biogas verbrennt laut Lichtblick klimaneutral. [...] Bei solchen Berechnungen wird aber die Art der Produktion ausgeblendet.“ In: Prange, Sven (2008): Auf die Barrikaden. Unternehmen+Märkte Der Markt für Ökoenergie kannte lange nur eine Richtung: aufwärts. Jetzt kriselt es. Für neuen Zoff sorgt Biogas von Marktführer Lichtblick. In: WirtschaftsWoche, 14.07.2008.
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Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern

„Es mehren sich hier die Anzeichen von Weiterveräußerungen der Landwirtschaftsbetriebe an Kapitalanleger.“ In: Song, Young-Sim; Kwasniewski,Nicolai (2012): Agrarminister kämpfen gegen Bodenspekulanten. Kaufkräftige Investoren legen ihr Kapital seit der Finanzkrise zunehmend in Ackerland an - das ist wertvoll und knapp. Jetzt schlagen die Landwirtschaftsminister Alarm: Um die Spekulation vor allem in Ostdeutschland zu stoppen, müsse die Bundesregierung endlich handeln. Spiegel Online, 24.04.2012.
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Dr. Hermann Onko Aeikens, Landwirtschafts- und Umweltminister von Sachsen-Anhalt

„Es sind immer mehr außerlandwirtschaftliche Investoren vertreten, die Geldanlagen in Land und Forstwirtschaft suchen.“ In: Song, Young-Sim; Kwasniewski, Nicolai (2012): Agrarminister kämpfen gegen Bodenspekulanten. Kaufkräftige Investoren legen ihr Kapital seit der Finanzkrise zunehmend in Ackerland an - das ist wertvoll und knapp. Jetzt schlagen die Landwirtschaftsminister Alarm: Um die Spekulation vor allem in Ostdeutschland zu stoppen, müsse die Bundesregierung endlich handeln. In: Spiegel Online, 24.04.2012.
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Willi Lehnert, Bündnis Junge Landwirtschaft e.V.

„Sie [große Konzerne] haben das Land um die Dörfer der Gemeinde weitgehend gekauft oder gepachtet. Die Bodenpreise sind dadurch so hoch gestiegen, dass es Ökobauern nicht mehr möglich ist, hier Landwirtschaft zu betreiben.“ In: Burger, Kathrin (2013): Land weg, Bauer weg. Biogasanlagen locken Investoren an. Sie kaufen im großen Stil Ackerland für den Maisanbau auf - und die Bodenpreise explodieren. In: Die Zeit, 26.09.2013.
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Markus Meyr, Schmack Maisgas AG

„Wir können ja auch Reststoffe der Nahrungsmittelproduktion und Gülle sowie bestimmte Gräser einsetzen, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.“ In: Etscheit, Georg (2008): Es gärt. Seit die Preise auf dem Agrarmarkt explodieren, kämpft die Maisgasbranche ums Überleben. In: Die Zeit, 15.05.2008.
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Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, ifo Institut für Wirtschaftsforschung

„Allein die Möglichkeit, Biotreibstoff ohne die Verwendung von Land zu erzeugen, lässt sich umwelt- und sozialpolitisch rechtfertigen. Dabei geht es vor allem um die Verwendung landwirtschaftlicher Abfälle, die sonst verrotten und dabei etwa zur Hälfte Kohlendioxid und Methan, ein noch viel gefährlicheres Treibhausgas, erzeugen würden.“ In: Sinn, Hans-Werner (2007): Tanken statt essen? Hans-Werner Sinn über die Verteuerung von Nahrungsmitteln und Biosprit. In: WirtschaftsWoche, 03.09.2007.
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Berthold Nolte, Südzucker Bioethanol

„Aus Getreide- und Zuckerüberschüssen sowie durch Getreideanbau auf stillgelegten Ackerflächen ließen sich acht Millionen Kubikmeter Biosprit pro Jahr herstellen und damit bis zu 25 Prozent des Benzinbedarfs in Deutschland abdecken.“ In: Kempkens, Wolfgang; Rother, Franz (2006): Vorfahrt mit Stroh. An der Tankstelle kommt es in den nächsten Jahren zur Revolution: Mit neuem Kraftstoff aus Biomasse wollen die Industrieländer unabhängiger vom immer teureren Erdöl werden. In: WirtschaftsWoche, 27.03.2006.
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Dr. Ludwig Leible, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

„Mit Biosprit der zweiten Generation können wir unabhängiger vom Erdöl werden und die CO2-Emissionen im Straßenverkehr gemäß den Zielvorgaben der EU senken, ohne unsere Äcker zu Tankstellen zu machen.“ In: Dürand, Dieter; Kempkens, Wolfgang (2008): Holz für den Motor. Die Nutzung von Biosprit aus Raps und Getreide wird heftig kritisiert: Sie schade dem Klima und verteuere Nahrungsmittel. Kann die neue Generation an Biotreibstoffen diese Makel beheben? In: WirtschaftsWoche, 10.03.2008.
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Dr. Wolfgang Warnecke, Shell

„Bei diesen Verfahren [zweite Generation von Biokraftstoffen] droht keine ethische Schieflage, und die Kohlendioxid-Bilanz ist nahezu neutral.“ In: Der Spiegel (2006): Bohrtürme zu Pflugscharen. Der Kampf um die Rohstoffe (4): Wachsen die Kraftstoffe der Zukunft auf dem Acker? Die erste greifbare Alternative zu den fossilen Brennstoffen bietet der Ackerbau. Aus Biomasse lässt sich am leichtesten Ersatz für Benzin, Diesel und Erdgas herstellen. Aussichtsreiche Verfahren sind schon im Einsatz. Die Vision vom Wasserstoffzeitalter hingegen verblasst. In: Der Spiegel, 15.04.2006
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Annette Schavan, Bundesforschungsministerin

„Allein mit dem Überschussstroh der EU könnte bis zu 30 Prozent des europaweiten Benzinbedarfs gedeckt werden.“ In: Schuh, Hans (2012a): Stoppt den Bio-Wahnsinn. Anders als erhofft können Kraftstoffe vom Acker den Klimawandel nicht aufhalten. Stattdessen verschärfen sie das Problem des Hungers auf der Welt. Wissenschaftler fordern, die Nutzung von Bioenergie zu überdenken. In: Die Zeit, 26.07.2012.
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Dr. Emil Jacobs, Exxon Mobil

„Kraftstoff aus Algen kann eine entscheidende neue Energiequelle werden.“ In: Zander, Henning (2007): Erdgas vom Maisfeld. Bioenergie. In: Spiegel Online, 10.05.2007.
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Oliver Hummel, Naturstrom AG

„Ökostrom über niedrige Preise zu verkaufen, geht nicht. [...] Man muss den Neuanlagenbau einkalkulieren.“ In: Prange, Sven (2008): Auf die Barrikaden. Unternehmen+Märkte Der Markt für Ökoenergie kannte lange nur eine Richtung: aufwärts. Jetzt kriselt es. Für neuen Zoff sorgt Biogas von Marktführer Lichtblick. WirtschaftsWoche, 14.07.2008.
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Dr. Jason Pyle, Sapphire Energy

„Die industrielle Produktion von Öl aus Algen ist die nächstliegende Möglichkeit, künftig das Erdöl zu ersetzen.“ In: Bethge, Philip (2011): Die Kraft der grünen Brühe. Gentechnisch veränderte Blau- und Grünalgen sollen den Öko-Treibstoff der Zukunft liefern. Biotechniker haben bereits Algen geschaffen, die Ethanol, Rohöl oder sogar Dieselkraftstoff produzieren - die Einzeller benötigen lediglich Sonnenlicht, CO2 und Meerwasser. In: Der Spiegel, 25.07.2011
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Ekkehard Hülsmann, Imker

„Die Bioenergie macht unsere schöne Natur kaputt.“ In: Fleischhauer, Jan; Kleinhubbert, Guido; Neubacher, Alexander (2011): Die Öko-Falle. Wenn es um die Umwelt geht, ist Deutschland kein Preis zu hoch. Nirgends wird hingebungsvoller der Müll getrennt, am Strom gespart, auf Wasser verzichtet. Doch wie beim Biosprit E10 stehen Aufwand und Ertrag oft in keinem Verhältnis, mitunter schadet der gute Wille sogar. In: Der Spiegel, 14.03.2011.
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Rick Wagoner, General Motors

„Ethanol ist eindeutig die beste und umweltfreundlichste Lösung für das Klimaproblem. Und es ist eine Lösung, die sofort verfügbar ist.“ In: Seiwert, Martin (2008): Altautos im Tank. Der Liter Sprit für nur 25 Cent? Ein Startup aus Chicago will klimafreundliche Biokraftstoffe besonders preisgünstig produzieren. In: WirtschaftsWoche, 28.01.2008.
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Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

„Wenn Europa es schaffen wolle, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, führt kein Weg an Biodiesel und Ethanol vorbei.“ In: Glüsing, Alexander; Jung, Jens; Hornig, Frank; Wagner, Wieland (2008): Der hungrige Planet. In: Der Spiegel, 21.01.2008
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Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

„Die erste Generation [der Biokraftstoffe] kann schlicht dafür sorgen, dass es ein Verteilernetz gibt, ohne das sich Maistreibstoffe nicht etablieren würden. Und ich hoffe, sie verschwindet so bald wie möglich.“ In: Tatje, Claas; Bittner, Jochen (2008): »Die Gentechnik ist schon hier«. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel über Europas Umgang mit verändertem Saatgut, bayerische Milchbauern und die weltweite Nahrungskrise. In: Die Zeit, 12.06.2008.